Leitung stabil ist. Auch die Uberdeckungshöhe
hat sich über weite Strecken nicht verändert, so
daß es sinnvoll erschien, die bisherige starre
Überwachungsstrategie durch eine flexible Rege
lung zu ersetzen, die es darüber hinaus erlaubt,
neu entwickelte Meßgeräte mit deutlich verbes
serten Informationen einzusetzen. Danach er
folgt eine jährliche Überwachung im Küstennah
bereich, im Bereich der Schiffahrtswege und in
den als kritisch bezeichneten Abschnitten, in de
nen keine oder nur eine sehr geringe Überdek-
kung der Leitung vorhanden ist. Alle anderen Ge
biete werden je nach Intensität der erwarteten
bzw. beobachteten Bodenumlagerungen im 2-
oder 4-Jahresrhythmus untersucht.
Diese vom Betreiber der Leitung als „intelli
gent survey“ bezeichnete Überwachungsstrate
gie erfordert jedoch vom BSH einen erheblichen
Aufwand, weil der Überwachungsplan ständig
überprüft und ggf. modifiziert werden muß. Die
besseren Informationen über die Lage und den
äußeren Zustand der Leitung rechtfertigen aber
die Mehrarbeit. So wurden z. B. Beschädigungen
des äußeren Betonmantels, der zur Beschwe
rung dient, lokalisiert, ebenso wie große Gegen
stände in unmittelbarer Nähe der Leitung, deren
Art und Herkunft unklar ist.
Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum
und Meeresumwelt-Datenbank
Im Deutschen Ozeanographischen Daten
zentrum (DOD) nahm im Jahr 1991 die Menge
der eingehenden Daten aus zwei Gründen unver
hältnismäßig zu. Dies war zum einen eine direkte
Querschnittsaufgaben
Folge des Ausbaus des DOD zu einem gesamt
deutschen ozeanographischen Datenzentrum. In
seiner Funktion als zentrale nationale Sammel
stelle für alle auf deutschen Forschungsschiffen
erhobenen Daten galt es im Berichtsjahr, die
meereskundlichen Beobachtungsdaten des Bei
trittsgebietes zu übernehmen, darunter die Daten
des bisherigen Instituts für Meereskunde, Warne
münde (IfM). Insgesamt konnten zwar mehr als
10 000 Meßdaten des IfM übernommen werden,
jedoch handelt es sich hierbei nur um einen Teil
des Datenbestandes, so daß die Aufarbeitung,
etwa von umfangreichen Sedimentdaten, noch
einige Jahre in Anspruch nehmen wird.
Der zweite Grund für die Zunahme des Da
tenbestandes im DOD beruhte auf der stark ge
stiegenen Anzahl von Anfragen deutscher Mee-
reskundler nach Daten aus dem internationalen
Datentausch. Diese Daten fordert das DOD von
den Weltdatenzentren an. Diese Anfragen des
DOD an das Weltdatenzentrum häuften sich in
für ein nationales Datenzentrum ungewöhnli
chem Maße, sodaß das Weltdatenzentrum sei
nen Gesamtbestand an ozeanographischen Da
ten dem DOD übergab, damit das DOD die
Anfragen selber bearbeiten kann. Dieser zur Ver
fügung gestellte Datensatz hat einen Umfang von
2 GigaByte und wurde im Berichtsjahr im DOD
inventarisiert und archiviert.
Die bisherige ROSCOP-Datenbank (Re
ports of Observations/Samples Collected by
Oceanographic Programmes) wurde im Vorjahr
entsprechend den neuen Regelungen der IOC
als Cruise Summary Reports-Datenbank geführt.
Die Informationen werden regelmäßig dem ICES
und den Weltdatenzentren zugeleitet. Des weite-
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