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Full text: Jahresbericht 1991

Meereskunde 
Querschnittsaufgaben 
Deutsche Einigung und IOW Warnemünde 
Die deutsche Einigung macht eine Neuord 
nung der Aufgabenverteilung für die Überwa 
chung der Ostsee erforderlich. Diese Probleme 
wurden in die Beratungen zur Neukonzeption des 
Bund/Länder-Meßprogramms aufgenommen; 
das BSH hat daran aktiv teilgenommen. 
Das IfM Warnemünde wurde vom BSH im 
Rahmen einer Verwaitungsvereinbarung beauf 
tragt, die Überwachung der Ostsee vor der Küste 
Mecklenburg-Vorpommerns weiterzuführen und 
die Daten über die MUDAB an die Helsinki-Kom 
mission abzugeben. In diesem Rahmen wurden 
für das IfM diverse technische Geräte beschafft 
und als Leihgabe überlassen. 
Nach positivem Abschluß der Bewertung 
des IfM durch eine Kommission des Wissen 
schaftsrates wurde anstelle des IfM das „Institut 
für Ostseeforschung an der Universität Rostock“ 
(IfO) mit 127 Mitarbeitern gegründet, von denen 
36 im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung 
zwischen IfO und BSH für Meeresumweltaufga 
ben des BSH eingesetzt und finanziert werden. 
Mitarbeit in internationalen und nationalen mee- 
reskundlichen Gremien 
Die Mitgliedschaft des BSH in internationa 
len und nationalen Gremien und deren Arbeits 
gruppen ist ab Seite 199 aufgelistet. Ergänzend 
zu den vorangegangenen Erläuterungen werden 
62 
beispielhaft einige weitere Aktivitäten dargestellt, 
an denen das BSH besonders beteiligt war. 
Das BSH war 1991 intensiv in die Arbeit der 
North Sea Task Force (NSTF) eingebunden. Im 
Vordergrund standen die Arbeiten für den bis 
1993 zu erstellenden internationalen Zustands 
bericht für die Nordsee (Quality Status Report, 
QSR 93). Er besteht aus einem gemeinsamen 
Report für die gesamte Nordsee („holistic report“) 
und einer Reihe regionaler Reports für einzelne 
Teilgebiete. Deutschland ist verantwortlich für die 
Erstellung des Reports für die Region 7a in der 
zentralen Nordsee, und beteiligt sich am Report 
für die Region 5 (beim Teilgebiet Deutsche 
Bucht). Zusammen mit anderen Instituten, wie 
BAH, BfA, Vogelwarte Helgoland, Universität 
Hamburg etc., sind auch in der Abteilung Meeres 
kunde des BSH diverse Einzelberichte verfaßt 
worden; auch norwegische und dänische Beiträ 
ge wurden einbezogen. Das BSH stellt auch Mit 
glieder der deutschen Delegation der NSTF 
selbst, sowie der Leitungsgruppe und der Auto 
rengruppen für den Nordseebericht. 
Auf dem 16. Treffen der Joint Monitoring 
Group (JMG) der Kommissionen von Oslo und 
Paris stellte das BSH das nach Abstimmung mit 
den fachlich zuständigen deutschen Behörden er 
arbeitete Papier zu den „Areas of Special Con- 
cern“ (JMG 16/3/7) vor. Die JMG plant die Einfüh 
rung der Bezeichnung „Areas of Special 
Concern“ (ASC) für Seegebiete, die sich durch 
das Ausmaß der Auswirkung von anthropogenen 
Einflüssen hervorheben. Während die Mehrzahl
	        
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