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Full text : Jahresbericht 1991

Meereskunde

Verbesserung  der  Sauerstoff-Analytik
Die  Qualitätsanforderungen  an  die  im  Rahmen ­
  von  WOCE  NORD  erzeugten  Meßergebnisse ­
  sind  besonders  hoch  und  werden  von  nur  wenigen ­
  Instituten,  wie  dem  SCRIPPS  Institute  of
Oceanography  (SIO),  La  Jolla  (USA),  erfüllt.  Um
für  die  BSH-Monitoring-Aufaben  auch  weiterhin
einen  international  vergleichbaren  Standard  zu
halten  und  damit  die  Qualität  und  internationale
Azkeptanz  der  Ergebnisse  zu  sichern,  wurde
während  der  METEOR-Reise  18  im  Rahmen  des
Projektes  WOCE  NORD  ein  intensiver  ErfahNumerische ­

  Modelle
Die  Weiterentwicklung  von  numerischen
Modellen  als  ein  Werkzeug  für  die  Dienste  des
BSH,  aber  auch  als  Untersuchungsmethode  für
spezielle  Fragestellungen  ist  ein  besonderes  Anliegen ­
  des  BSH.

Modell  zur  Eisvorhersage  in  der  Ostsee
Die  Eisvorhersage  im  BSH  stützt  sich  gegenwärtig ­
  maßgeblich  auf  empirisch-pragmatische ­
  Methoden,  die  naturgemäß  nur  bedingt
objektiv  sind.  Zur  Erstellung  von  quantitativ
objektiven  Vorhersagen  des  Ostsee-Eises  ist
deshalb  mit  dem  Aufbau  eines  deterministischen
Vorhersagesystems  auf  physikalisch-mathemati58 ­



rungsaustausch  auf  dem  Gebiet  Nährstoff-  und
Sauerstoffmessungen  realisiert.  Neben  der  Mitarbeit ­
  in  dem  SIO-Team  wurden  Vergleichsmessungen ­
  zur  Bestimmung  des  Sauerstoffs  mit  Hilfe
der  im  BSH  neu  optimierten  Methode  der  Polarisations-Spannungs-Titration
  durchgeführt.  Der
Vergleich  beider  Methoden  ergab  bei  den  Absolutwerten ­
  der  Meßergebnisse  eine  systematische
Differenz,  jedoch  wurden  bei  Wiederholungsanalysen ­
  die  Ergebnisse  aus  Proben  und  Standards
von  der  SIO-  und  BSH-Gruppe  mit  gleicher  Güte
reproduziert.

scher  Grundlage  begonnen  worden.  Den  Kern
dieses  Vorhersagesystems  bildet  ein  numerisches ­
  Meereismodell,  das  sowohl  den  Wachstums- ­
  und  Abschmelzvorgang  als  auch  die  Verduftung ­
  und  Deformation  des  Eises  beschreibt.
Die  Aussagefähigkeit  solcher  Modelle  ist  zur  Zeit
noch  begrenzt,  da  die  relevanten  physikalischen
Prozesse  noch  nicht  ausreichend  parametrisiert
werden  können;  dennoch  gibt  es  kein  besser  geeignetes ­
  Werkzeug  zur  Gewinnung  objektiver
Orientierungshilfen  für  die  Eisvorhersage.  Eine
vorläufige,  auf  dynamische  Prozesse  beschränkte ­
  Modellversion  wird  in  der  laufenden  Eissaison
experimentell  zur  48h-Vorhersage  der  Entwicklung ­
  der  Eisverteilung  in  der  Bottenvik  erprobt.
            
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