Meereskunde
Abschätzung der Signifikanz von Messungen zur
Überwachung
Das BMFT-Projekt „Empirische Variabilitäts-
Abschätzung und Methode der Datenerhebung
(EVA & MEDA)“ ist im Dezember 91 abgeschlos
sen worden. Sein Ziel war statistische Verfahren
bereitstellen, die sowohl eine bessere Quantifi
zierung der Eigenschaften der marinen Umwelt
als auch die Abschätzung von Fehlermargen er
möglichen. Die exemplarischen Anwendungen,
die im Rahmen des Projektes durchgeführt wur
den, betrafen strittige Aspekte der Beurteilung
des Qualitätszustandes der marinen Umwelt. Da
mit wurden wichtige methodische Voraussetzun
gen für den Übergang von der Beschreibung bzw.
Überwachung der marinen Umwelt zur ihrem Ma
nagement geschaffen.
Verbesserung chemischer Analyseverfahren
Die Erkenntnis, daß kleinste Mengen von
Spurenstoffen einen entscheidenden Einfluß auf
das Ökosystem und als Konsequenz auch auf
klimatische Veränderungen haben können, ver
anlaßt das BSH, sich intensiv mit der Verbesse
rung chemischer Analyseverfahren zu befassen.
Qualitätssicherung in der Ultraspurenanalytik des
Meerwassers auf Schwermetalle
Für die Qualitätskontrolle bei der Untersu
chung des Meeres auf Spurenmetalle müssen
drei Bereiche beachtet werden:
- Kontaminations-Kontrolle,
- Überprüfung der Genauigkeit der eingesetzten
spurenanalytischen Verfahren,
- Überprüfung der Richtigkeit der eingesetzten
Analysenverfahren.
Zur Kontaminations-Kontrolle wird die Rein
heit der verwendeten Reagentien sowie der
eingesetzten Probenflaschen und anderen
Laborgeräte regelmäßig mit den verfügbaren
Analyseverfahren (Atomic Absorption Spectro
scopy (AAS), Anodic Stripping Voltametry (ASV),
Cold Vapour Atomic Absorption Spectroscopy
(CVAAS) und Total-Reflexions-Röntgen-Fluores-
zenz-Analyse (TRFA)) kontrolliert. Nach interna
tional festgelegten Standards muß die Reinheits
klasse der Reinen Räume und der Clean
Benches mit einem Partikelzählgerät monatlich
überwacht werden. Die Reinen Räume müssen
stets die Klasse 100, die Clean Benches die Klas
se 10 erfüllen. Hierbei bedeutet z.B. die Klasse
100, daß in 28 Litern Laborluft nicht mehr als 100
Staub-Partikel kleiner als 0,3 m Durchmesser ent
halten sein dürfen. Ein „normales“ Labor erfüllt
im allgemeinen die Klasse 100 000.
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