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im Rahmen des Baltic Monitoring Programms ei
ne 1-wöchige Überwachungsfahrt in die westli
che Ostsee durchgeführt.
Die Bestimmung der Gesamtkohlenwasser
stoff-Konzentration erfolgte nach der Fluores
zenzmethode (IGOSS-Verfahren); daneben wur
den in ausgewählten Proben mittels Gaschro
matographie-Massenspektroskopie (GC-MS) ca.
60 Kohlenwasserstoff-Einzelkomponenten be
stimmt.
Abbildung 7 zeigt exemplarisch die Vertei
lung der relativen „Gesamtkohlenwasserstoff-
Konzentrationen“ in der Deutschen Bucht und der
zentralen Nordsee im Oktober 1991. Die Fluores
zenzwerte liegen zwischen 0,2 jug/l (zentrale
Nordsee) und 2,5 pg/l (innere Deutsche Bucht).
Anschlußwerte in Cuxhaven mit bis zu 30 pg/l
zeigen klar den besonderen Eintrag durch die
Elbe in die Deutsche Bucht.
Inzwischen liegt ein umfangreicher Daten
satz über einen Zeitraum von über 2 Jahren vor,
der eine eingehende Untersuchung der zeitlichen
Variabilität gestattet. Sie wird sehr stark durch die
Temperatur (Abbauprozesse), den Süßwasser
gehalt (Eintrag vom Land) und den Schwebstoff
gehalt (hohe Anreicherung der Kohlenwasser
stoffe) der Wasserproben beeinflußt, so daß nicht
nur eine jahreszeitliche Abhängigkeit vorhanden
ist, sondern diese durch meteorologische und hy
drographische Einflüsse überlagert wird. Die Wer
te lagen 1991 In dem gleichen Bereich wie in den
vergangenen Jahren, ein Langzeittrend kann we
gen der hohen Variabilität nicht festgestellt wer
den.
Die Proben aus der westlichen Ostsee zei
gen Werte zwischen 0,5 und 2,9 ,ug/l und eine
Überwachung
etwas heterogene räumliche Verteilung ohne
deutlichen Gradienten.
Die Konzentrationen der Kohlenwasserstoff-
Einzelkomponenten liegen in der Deutschen
Bucht - je nach Substanz und Ort - im Bereich
von 10 ng/l bis unter 20 pg/l. Die hochkondensier
ten polycyclischen Aromaten (PAH) zeigen eine
sehr große Affinität zu Schwebstoffen, so daß ihre
Konzentrationen besonders stark vom Schweb
stoffgehalt abhängen und einen steileren Gra
dienten von der Küste zur offenen See aufweisen
als die besser wasserlöslichen, niedrig konden
sierten 2- und 3-Ring-Aromaten.
Im Rahmen von Strafverfahren wurden 1991
In 55 Fällen Ölproben verglichen und dabei 265
Proben untersucht. Die Zahl der untersuchten
Fälle befindet sich damit auf dem gleichen Niveau
wie in den vergangenen Jahren (1988: 49; 1989:
57; 1990: 54 Fälle). In etwa der Hälfte der Fälle
konnte der Verursacher der Ölverschmutzung an
hand der chemischen Analyse ermittelt werden.
Im Rahmen des Projektes „Oiled Seabirds“,
das von der Europäischen Gemeinschaft unter
stützt wird, wurden 1991 insgesamt 449 Proben
aus dem Gefieder von verölten Seevögeln und
von Strandverschmutzungen aus den Niederlan
den, Deutschland und Dänemark untersucht. Die
Ergebnisse aus dem Jahre 1990 wurden bestä
tigt: In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um
Rückstände aus dem „normalen“ Schiffsbetrieb,
die auf See verbotswidrig eingeleitet wurden. Da
neben traten aber massive Verschmutzungen
durch Rohölrückstände im Juni/Juli in der Deut
schen Bucht auf (s. u.). Rohölverschmutzungen
erheblichen Ausmaßes wurden insbesondere
wieder an der Nordwestküste Dänemarks vorge-