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Full text: Jahresbericht 1991

Meereskunde 
Dies erfolgte durch Teilnahme an der Reise 
des FS METEOR im September/Oktober 1991 im 
Rahmen der Projekte OPTINOM und TUVAS. 
Die Überwachung wurde 1991 voll in das 
gemeinsame und einheitliche Stationsnetz inte 
griert, das für die Forschungsvorhaben OPTI 
NOM und TUVAS im Januar, März, Mai, Juli und 
September 1991 untersucht wurde. 
Zur Überwachung werden folgende Schwer 
metalle mit Hilfe verschiedener Analysenverfah 
ren regelmäßig bestimmt: Chrom, Mangan, Ei 
sen, Cobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Quecksilber, 
Cadmium und Blei. 
Dabei erweist das neuartige Analysen 
system der Totalreflexions-Röntgenfluoreszenz 
analyse (TRFA) immer mehr seine Vorteile als 
äußerst nachweisstarkes, schnelles, leistungs 
fähiges, genaues und sicheres Verfahren. 
Die Abbildung 4 zeigt die saisonale und geo 
graphische Änderung des Zinkgehaltes von 
Schwebstoffen in der Deutschen Bucht während 
des Zeitraums November 1989 bis September 
1990. 
Überwachung auf Schwermetalle: 
Oberflächensedimente und Schwebstoffe 
Die Überwachung der Sedimente der Deut 
schen Bucht und der westlichen Ostsee auf ihren 
Gehalt an Schwermetalien wurde fortgesetzt. Ziel 
des Überwachungsprogramms ist festzustellen, 
wie stark die Sedimente mit welchen Schwerme 
tallen kontaminiert sind, wie sich die Kontamina 
tion regional unterscheidet und wie sie sich im 
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Laufe der Zeit ändert. Letztlich soll auch ermittelt 
werden, welche Stoffmengen durch Sedimenta 
tion aus dem Wasserkörper entfernt werden. Das 
Programm deckt gleichzeitig die Verpflichtungen 
für das Joint Monitoring Programme (JMP) der 
Übereinkommen von Oslo und Paris, für das 
Bund/Länder-Meßprogramm für die Küstenge 
wässer der Nordsee (BLMP) und für den Monito 
ring Master Plan der North Sea Task Force ab. 
Die Sedimente werden regelmäßig auf ihren Ge 
halt an Quecksilber, Cadmium, Blei, Kupfer, Zink, 
Chrom, Nickel, Vanadium und Arsen untersucht. 
Zu Vergleichszwecken und zur Beurteilung der 
gewonnenen Daten werden Eisen, Mangan, Alu 
minium, Titan, organischer Kohlenstoff, Stick 
stoff, Phosphor und der Gehalt an Karbonaten 
bestimmt. 
Im Jahr 1991 blieben die Arbeiten auf den 
deutschen Festlandsockel beschränkt. Die Er 
gebnisse lieferten das gewohnte Bild hoher 
Quecksilber-, Cadmium- und Zinkgehalte im östli 
chen von der Elbe und der Weser beeinflußten 
Teil der Deutschen Bucht. 
Neben Sedimenten werden auch Schweb 
stoffe untersucht. Abbildung 5 zeigt das Quecksil 
ber-Eisen Verhältnis in Schwebstoffen an einer 
Station in der inneren Deutschen Bucht, im ehe 
maligen Einbringungsgebiet für Klärschlamm. 
Die Meßreihe geht zurück bis in das Jahr 1977. 
Die Einbringung von Klärschlamm wurde hier im 
Jahr 1980 eingestellt. Ein in den frühen achtziger 
Jahren beginnender Rückgang ist deutlich zu er 
kennen.
	        
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