Meereskunde
stoffe in das Sediment sind die Messungen an
Schwebstoff und Sediment in der Zukunft gerade
auch im Hinblick auf andere Schadstoffe im Meer
von besonderer Bedeutung, zumal das Sediment
für die Nahrungskette im Meer ein wesentliches
Glied darstellt.
Überwachung des Meeres auf Nährstoffe
und Sauerstoff
Im Januar und Februar 1991 wurde die
Trenduntersuchung der Nährstoffkonzentrationen
(Phosphat, Stickstoffverbindungen, Silikat) in
der Deutschen Bucht fortgesetzt. Die vergleichende
Auswertung der in den Wintern 1978 und
1985 bis 1990 gemessenen Daten wurde veröffentlicht.
Gegenüber diesem Zeitraum wurden im
Januar und Februar 1991 deutlich niedrigere
Phosphatkonzentrationen gemessen.
Weitere Nährstoffmessungen sowie pH-Wert-
und Sauerstoffmessungen wurden im Rahmen
der Projekte OPTINOM und TUVAS in einmonatigem
Abstand vorgenommen. Integriert in
diese Projekte ist die Überwachung an den im
Bund/Länder-Meßprogramm für die Küstengewässer
der Nordsee (BLMP) und im Joint Monitoring
Programme (JMP) der Übereinkommen von
Oslo und Paris vereinbarten Stationen sowie die
Kontrollmessungen im ehemaligen Einbringungsgebiet
für Abwässer aus der Titandioxidproduktion.
Bedingt durch das windreiche Sommerwetter
traten in der Deutschen Bucht keine niedrigen
Sauerstoffwerte auf. Sauerstoffmessungen in der
mittleren und nördlichen Nordsee wurden von Mitte
Mai bis Mitte Juni 1991 während einer Fahrt
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des Fischereiforschungsschiffes WALTHER
HERWIG durchgeführt, die Sauerstoffwerte lagen
in allen Wasserschichten nahe der Sättigungskonzentration.
Auch Anfang Oktober, kurz
vor der winterlichen Durchmischung, zeigten
Überwachungsmessungen mit dem Forschungsschiff
METEOR in der mittleren Nordsee sehr gute
Sauerstoffbedingungen (vgl. Abbildung 3).
Die Messungen an den national und international
vereinbarten Überwachungsstationen der
westlichen Ostsee wurden Ende Juli/Anfang August
vorgenommen. Die Nährstoffkonzentrationen
waren nicht höher als in den Sommermonaten
der vergangenen Jahre. Die bodennahe
Wasserschicht enthielt nur wenig Sauerstoff; allerdings
wurde in diesem Jahr weder in der Kieler
Bucht mit ihren Förden, noch in der Mecklenburger
Bucht Schwefelwasserstoff gefunden.
Überwachung auf Schwermetalle:
Meerwasser und Schwebstoffe
Die Überwachung des Meerwassers der
Deutschen Bucht auf Schwermetalle umfaßt die
Verpflichtungen für das Joint Monitoring Programme
(JMP) der Übereinkommen von Oslo und Paris,
für das Gemeinsame Bund/Länder-Meßprogramm
für die Küstengewässer der Nordsee
(BLMP) und für die Richtlinie der EG zur Überwachung
der Abwässer aus der Titandioxid-Industrie.
Erstmalig wurde 1991 auch ein Beitrag zum
Monitoring Master Plan (MMP) der North Sea
Task Force (NSTF) geleistet. Hierfür wurde das
NSTF-Gebiet Nr. 7a in der mittleren Nordsee untersucht.