essierte Öffentlichkeit wird regelmäßig täglich
über den Rundfunk über zu erwartende Wasser
stände informiert. Wasserstandsaufzeichnungen
der Küstenpegel werden routinemäßig auf Daten
trägern erfaßt und für diverse fachliche Zwecke
aufbereitet. Mit Hilfe von ABM-Kräften werden
Seegangsmessungen aus zurückliegenden Zeit
räumen EDV-gerecht aufbereitet, um sie der
wissenschaftlichen Bearbeitung zugänglich zu
machen. Neben aktueller Schiffahrtsberatung
werden zur Unterstützung wasserbaulicher und
industrieller Planungen Auskünfte erteilt und Gut
achten erstellt. Auf bilateraler Vertragsbasis er
folgt routinemäßiger Daten- und Informations
austausch mit der entsprechenden polnischen
Dienststelle.
Im Rahmen des Eisnachrichtendienstes un
terrichtet die Außenstelle die Schiffahrt im Winter
über die Eisverhältnisse im Küstenbereich. Zu
ihrer Aufgabe auf dem Gebiet der Eisklimatologie
gehört der Aufbau einer Eisdatenbank für die
Küste Mecklenburg-Vorpommerns.
Für das Radioaktivitätsmeßnetz in Mecklen
burg-Vorpommern ist eine mobile Station auf dem
VWS DENEB eingerichtet worden. Ferner sind
drei feste Stationen in der Planung. Der Prototyp
des Meß- und Datenerfassungsgeräts für die
Feststationen ist gebaut worden.
Wissenschaftliche Schadstoffuntersuchun-
gen in der Ostsee wurden in der Vergangenheit
vom Institut für Meereskunde, Warnemünde,
wahrgenommen. Diese Aufgabe ist mit der Verei
nigung auf das BSH übergegangen. Es führt die
Untersuchungen nicht selbst durch, sondern hat
hierfür im Rahmen einer Verwaltungsvereinba
rung inzwischen das neu gegründete Institut für
Außenstelle Rostock
Ostseeforschung an der Universität Rostock in
Warnemünde (IOW) als Nachfolgeinstitution des
Instituts für Meereskunde, Warnemünde, beauf
tragt. Mit der Modernisierung des Gerätebe
stands des IOW und dessen Harmonisierung mit
dem des BSH ist im Jahr 1991 begonnen worden.
Das BSH finanziert fast ein Drittel des lOW-Per-
sonais und trägt einen erheblichen Teil der Sach
kosten.
Verwaltung
Der organisatorische Aufbau der Außenstel
le Rostock wurde nahezu abgeschlossen. Nach
dem in der Anfangsphase bis zur Jahresmitte
1991 Mitarbeiter aus Hamburg ihre neuen Kolle
gen vor Ort unterstützt hatten, konnten im Laufe
des Jahres sämtliche Dienstposten einschließlich
des Leiters der Außenstelle mit Rostocker Mitar
beitern besetzt werden.
Nach wie vor findet ein enger Personal- und
Erfahrungsaustausch zwischen Hamburg und
Rostock statt, um die völlige Integration der Au
ßenstelle als örtlich dislozierter Teil des BSH
schnellstmöglich zu vollenden.
Ein großer Teil der Verwaltungsarbeit, insbe
sondere Personalbearbeitung und Abwicklung
des Haushalts, aber auch Beschaffungsangele
genheiten und sämtliche Serviceleistungen, wird
bereits jetzt in der Außenstelle Rostock eigen
ständig geleistet. Um dies zu erreichen, haben
die Rostocker Mitarbeiter verstärkt an beruflichen
Weiterbildungsveranstaltungen und Seminaren
teilgenommen.
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