Trotz des ungünstigen Einbauortes konnten
die meisten Signale nicht nur gehört, sondern
auch annähernd in ihrer Richtung bestimmt werden.
Versuche, allein über die optische Anzeige
verwertbare Informationen über einfallende
Schallsignale zu erhalten, wurden abgebrochen.
Es war keine Unterscheidung zwischen Nutzsignal
und Störgeräusch möglich, da die Balkenanzeigen
lediglich den Gesamtpegel, bestehend
aus Störgeräusche und Nutzsignal, darstellten.
Dagegen war mit Hilfe der zur Ortungsanlage
gehörenden 4 Lautsprecher eine gute Erkennbarkeit
von Signalen und deren Richtungsbestimmung
möglich. Eine gemeinsame Nutzung von
Lautsprechern und optischer Anzeige ist nach ersten
Erkenntnissen am sinnvollsten.
Bei Windstärken von 3-4 Btt., in Böen bis
6 Btt., konnte ein großer Teil der Signale, die sich
in Frequenz und Schalldruckpegel unterschieden,
bis zur vorgeschriebenen Entfernung von
1 sm (Klasse III) und teilweise darüber hinaus bei
verschiedenen Windrichtungen gehört und in ihrer
Richtung bestimmt werden. Trotz dieser positiven
Ergebnisse ist eine abschließende Beurteilung
erst nach weiteren Untersuchungen möglich.
Dabei sind u. a. folgende Fragen zu klären:
- Ist auch bei Schallsignalen mit einer sehr
niedrigen Grundfrequenz (beispielweise
130 Hz, wie für Fahrzeuge von mindestens
75 m, aber weniger als 200 m Länge
üblich) eine Richtungsbestimmung möglich?
- Ist ein Unterschied in der Wahrnehmung
fremder Schallsignale zwischen dem
Ausguck in der Nock und der Ortungsanlage
in der Brücke vorhanden?
Schallsignale
- Welche Anordnungsmöglichkeiten der
Sensoren sollten bevorzugt werden (konzentrierte
Anordnung bzw. weit auseinanderliegende
Anordnung)?
Die Untersuchungen werden im Jahre 1992 fortgeführt.
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