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Full text: 38, 1920

s 
Alts dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1920 !Nir. 3 — 
Tabelle 2. 
Anzahl der durchschnittlich auf einen Fabrikanten in einer Prüfung entfallenden 
Wettbewerb-Chronometer. 
Mittelwerte. 
In fünfjährigen Zeiträumen. 
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11-15 
117 
11 
10.6 
16-20 
148 
10 
14.8 
1- 5 
38.2 
11.2 
3.4 
26-30 
59.6 
10.8 
5.5 
21-25 
216 
13 
16.6 
6-10 
24.2 
7.4 
3.3 
31-35 
75.4 
9.6 
7.9 
11-15 
23.4 
6.0 
3.9 
36-40 
68.4 
7.0 
9.8 
26-30 
298 
16 
18.6 
16-20 
29.6 
6.0 
4.9 
31-35 
377 
15 
25.1 
21-25 
43.2 
8.8 
4.9 
PI-PI 1 
31.5 
4.0 
7.9 
36-40 
342 
11 
31.1 
Die Anzahl schwankt, wie eine nicht mitgeteilte Zusammenstellung der einzelnen Prüfungen zeigt, 
zwischen 2.4 (9. Prüfung) und 11.2 (36. Prüfung). Die aus je fünf Prüfungen gewonnenen Mittelwerte 
zeigen ein andauerndes Wachstum für den vorliegenden Zeitraum. Um ein noch klareres Bild über 
den Anteil der Hersteller bei der Beschickung der Prüfungen zu verschiedenen Zeiten zu geben, wurde 
die Anzahl der verschiedenen Fabrikanten in je fünfjährigen Zeiträumen ermittelt. Diese Zahlen, 
sowie die auf diese Zeiträume entfallenden Instrumente werden am Schluß der Tabelle 2 aufgeführt. 
Aus der Zusammenstellung ergibt sich außerdem noch die Anzahl der auf je einen Hersteller in einem 
fünfjährigen Zeitraum entfallenden Chronometer. Das Anwachsen dieser Durchschnittszahl von 10.6 
auf 31.1 zeigt wohl zur Genüge, daß im Laufe der Zeit das Interesse der Fabrikanten an den Wett 
bewerb - Prüfungen zugenommen hat. 
b) „Rein deutsche“ Wett b e w erb-Chrono m e t e r. 
Vor der 22. Wettbewerb-Prüfung wurden nur in geringem Maße in Deutschland völlig lier- 
gestellte Chronometer eingeliefert. Bei der Mehrzahl der Instrumente wird sich die Tätigkeit der Ein 
lieferer auf eine Überarbeitung der vom Auslande (vorwiegend aus England und der Schweiz) be 
zogenen Chronometer beschränkt haben. Um so mehr Anerkennung verdienen natürlich diejenigen 
Fabrikanten, die schon in den ersten Jahren der Wettbewerb-Prüfungen wirklich selbst hergestellte 
Chronometer eingeliefert haben (Kittel, Lange u. a.). Diese Zahl von Chronometern war in den ersten 
Jahren klein; auch war ein besonderer Erfolg den Fabrikanten erklärlicherweise nicht immer 
besehieden. 
Eine regere Entwicklung begann auf diesem Gebiete deutscher Industrie erst, nachdem auf 
Grund der Beschlüsse der dritten Chronometer-Konferenz im Jahre 1898 eine Neuordnung zum Zweck 
der Hebung der Industrie beschlossen worden war. Eine schärfer gefaßte Bestimmung des Begriffs 
„deutsche Chronometer“ wurde festgelegt; die aus dem Auslande noch zulässigen Chronometer teile 
wurden bestimmt bezeichnet und eine Überwachung über das Einhalten dieser Bestimmungen durch 
besonders berufene Sachverständige, die zu Beginn einer jeden Prüfung ihre Tätigkeit ausübten, ein 
geführt. Gleichzeitig wurden vom Reichs-Marine-Amt in erheblicherem Maße als vorher Geldmittel zur 
Verfügung gestellt, die in Gestalt von Ermunterungspreisen für die besten Leistungen zur Verteilung 
kommen sollten. Die nach dem Jahre 1898 erst allmählich, dann in weit erheblicherem Maße ein 
setzende Herstellung von „Chronometern deutscher Arbeit“ wird in der Tabelle 3 ersichtlich gemacht.
	        
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