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Full text: Stand und Entwicklungstendenzen nautischer Systeme, Anlagen und Geräte an Bord von Seeschiffen (BSH-Berichte, Nr. 11)

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Es gibt insgesamt fünf Empfangsstationen und drei Sendestationen, die weltweit verteilt sind. 
2.1.1.3 Nutzersegment 
Dem Nutzer des GPS-Navigationssystems in der Seefahrt stehen heute eine Vielzahl von 
Empfangsanlagen verschiedener Hersteller mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit zur Ver 
fügung. In der Stabilität und Genauigkeit der Positionsbestimmung der einzelnen Anlagenty 
pen ist deutlich eine Verbesserung der technischen Entwicklung zu erkennen. 
Entscheidend für die Genauigkeit und Stabilität der Anlage ist die Anzahl und Auswahl der 
Satellitenkanäle, die zur Positionsbestimmung benutzt werden. Wichtig ist auch, daß der 
Nutzer eine Mindestelevation über dem Horizont von mindestens 5°bis 10° in dem Empfänger 
einstellt, da sonst eine Verzerrung der Signale durch die unteren Schichten der Atmosphäre 
zu größeren Fehlem führt. 
Von großer Bedeutung ist ebenfalls der Aufstellungsort der GPS-Antenne. Sie muß so aufge 
stellt sein, daß keine 'Abschattung der Satelliten' möglich ist. 
2.1.1.4 Genauigkeiten des GPS-Verfahrens 
Die Entfernungsbestimmung vom Ist-Ort des Nutzers zum einzelnen Satelliten erfolgt durch 
eine Laufzeitmessung des GPS-Signals. Sie ist die Voraussetzung für eine iterative Koor 
dinatenbestimmung. 
Die in der Literatur veröffentlichten Ergebnisse für PPS-Nutzer betragen 20-50 m Streuung 
bei 2sigma, für den Standard Positioning Service-Nutzer (SPS) werden 100 m Streuung bei 
2sigma angegeben. In einer Veröffentlichung der US Air Force wird der Wert für PPS-Nutzer 
mit 16 m angegeben. 
Der SPS .könnte theoretisch die gleiche Genauigkeit liefern wie PPS. Da das GPS-System aber 
in erster Linie ein militärisches Verfahren ist, ist es die Politik der USA, nur künstlich 
verschlechterte Signale für die zivile Nutzung zur Verfügung zu stellen. Die Signale der 
Satelliten werden nach einer nicht bekannt gegebenen Systematik variiert. Diese Ver 
schlechterung, genannt SA (selective availability), wurde seit Ende des Golf-Konfliktes (1991)
	        
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