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Full text: Stand und Entwicklungstendenzen nautischer Systeme, Anlagen und Geräte an Bord von Seeschiffen (BSH-Berichte, Nr. 11)

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oder Regelfunktion eines Gerätes physikalisch von der Anzeige- und Bedienfunktion getrennt. 
Der Vorteil liegt in der Ausführung der speziellen Aufgabe als "black box" mit einer 
Schnittstelle für deren Anzeige und Bedienung, die kostengünstig und frei gestaltbar auf 
mittels Standardnetzwerken zu Systemen zusammengeschalteten Standardrechnem mit Stan 
dardbetriebssystemen realisiert werden kann. Die dadurch gewonnene Flexibilität in der 
Gestaltung, der Modifikation und dem Ausbau von Systemen erzwingt geradezu die 
Verschmelzung der zur Verfügung stehenden Prozessinformationen und Steuergrößen zu neuen 
mächtigen Funktionskomplexen. So sind die verschiedenen Prototypen der unmittelbar vor der 
Markteinführung stehenden elektronischen Seekarten- und Informationssysteme (ECDIS) von 
allen Herstellern ausnahmslos für Standardrechner und unter konsequenter Vermeidung des 
Einsatzes jeder Art von proprietärer Hardware konzipiert worden. Die Vielfalt der verfügbaren 
Funktionen erfordert besondere Anstrengungen bei der Gestaltung geeigneter Benutzungsober 
flächen. Intuitive Bedienbarkeit und die Verdichtung vieler Informationen zu wesentlichen 
Aussagen sind dabei die Herausforderungen. Für deren Umsetzung werden zukünftig 
multifunktionale Displays eine Rolle spielen, die verschiedene Funktionseinheiten der Schiffs 
führung an einem Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. 
Die zuvor beschriebenen generellen Tendenzen haben den aktuellen technischen Standard der 
einzelnen Klassen von Navigationsgeräten auf unterschiedliche Weise beeinflußt. Deren Stand 
und ihre zur Zeit vorhersehbare Weiterentwicklung wird nachfolgend im einzelnen 
beschrieben werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Basistechnologien 
"Ortsbestimmung", "Elektronische Seekarte" und "Transponder" sowie die jüngsten Entwick 
lungen im Bereich der Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge (High Speed Craft - HSC) zu richten 
sein, da bei Geschwindigkeiten über 30 kn die bisher für Navigationsgeräte angewendeten 
physikalischen Meßprinzipien und Technologien nur noch teilweise zuverlässig anwendbar 
sind. 
Schließlich ist festzustellen, daß durch die Verfügbarkeit neuer Technologien und Hilfsmittel 
nicht notwendigerweise auch gleichzeitig deren breite Einführung und die Lösung aller zur 
Zeit bestehenden Probleme erwartet werden kann.
	        
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