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Volltext : Stand und Entwicklungstendenzen nautischer Systeme, Anlagen und Geräte an Bord von Seeschiffen (BSH-Berichte, Nr. 11)

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Restlichtverstärkung  ausgerüstet  worden.  Das  BSH  hat  Anforderungen  an  Nachtsichtanlagen
formuliert,  die  von  Geräten  auf  Basis  der  Restlichtverstärkung  nicht  erfüllt  werden  können.
Es  ist  zu  erwarten,  daß  bei  steigender  Nachfrage  nach  dieser  Geräteklasse  die  Gerätepreise
sinken  werden,  zumal  sich  gezeigt  hat,  daß  Nachtsichtanlagen  eine  wertvolle  Ergänzung  der
Radarbeobachtung  sowohl  für  die  Navigation  als  auch  für  die  Kollisionsverhütung  darstellen.
Die  Bundesrepublik  hat  deshalb  eine  entsprechende  Note  für  NAV42  verfaßt  [17].  Eine  breite
Einführung  von  Nachtsichtanlagen  im  konventionellen  Schiffahrtsbereich  ist  derzeit  noch  nicht
abzusehen,  da  dessen  Sicherheitsbedürfnisse  durch  Radar/ARPA-Geräte  und  die  demnächst
einzuführende  Transpondertechnik  mittelfristig  noch  kostengünstiger  abzudecken  sein  dürften.

4  Kommunikation
4.1  Interner  Datenaustausch
Nachdem  sich  die  serielle  Übertragung  von  Navigationsdaten  zwischen  den  verschiedenen
Navigationsgeräten  gemäß  der  NMEA  (National  Marine  Electronics  Association)  -  Definition
als  quasi  Industriestandard  etabliert  hatte,  folgte  die  IEC  dieser  Entwicklung  und  übernahm
den  Standard  NMEA  2.01  als  internationale  Norm  IEC  1162-1  [18].  Die  Definition  beschränkt
sich  im  wesentlichen  auf  die  Übertragung  einfacher  numerischer  Strukturen  und  deren
Gültigkeitsattributen.  Zudem  ist  der  Standard  in  sich  nicht  vollkommen  konsistent.  Trotzdem
ist  hier  ein  wichtiger  Schritt  in  Richtung  einer  verbesserten  Kommunikation  zwischen  Geräten
und  Anlagen  verschiedener  Hersteller  unternommen  worden.
Den  gestiegenen  Anforderungen  an  die  Menge  der  zu  übertragenden  Daten  soll  mit  der
Verabschiedung  der  Norm  IEC  1162-2  Rechnung  getragen  werden,  die  die  zuvor  genannte
NMEA-Definition  mit  vervierfachter  Übertragungsrate  festschreibt.
In  der  Norm  IEC  1162-3  soll  das  CAN-Bussystem  festgeschrieben  werden,  das  in  der  Autoindustrie ­
  verbreitet  ist  und  durch  die  Übertragung  binärer  Datem  ein  höheres  Datenaufkommen
bewältigen  kann.  Ein  Einsatz  für  die  externe  Kommunikation  zwischen  Navigationsgeräten
ist  bisher  allerdings  nicht  bekannt  geworden.  Zudem  sind  inzwischen  die  Anforderungen  an
            
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