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Volltext: Stand und Entwicklungstendenzen nautischer Systeme, Anlagen und Geräte an Bord von Seeschiffen (BSH-Berichte, Nr. 11)

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übernehmen damit beide Geräteklassen die Ausführung der zentralen Navigations- und 
Bahnführungsaufgaben. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, daß auch hier die 
Schwierigkeiten in der Harmonisierung aller verarbeiteten externen und internen Informationen 
liegen. So sind oft "rohe" und weiterverarbeitete sensorische Daten nicht mehr eindeutig 
voneinander trennbar oder die Alarmbehandlung beim Ausfall von Teilsystemen führt nicht 
in jedem Fall zurück zu einer überschaubaren und sicheren Betriebsart. 
Die bisher in Bahnführungssystemen fehlende digitale Komponente der Information über die 
geographischen und verkehrsregelnden Gegebenheiten des umgebenden Seeraumes wird 
zukünftig durch die Integration von ECDIS repräsentiert werden. In der Bahnführung 
Radar/ARPA-Funktionalitäten mit der Überlagerung von Seekartendaten zu verbinden, ist eine 
konsequente Zusammenführung der Betriebseigenschaften zweier Geräteklassen. Die ersten 
Erfahrungen mit solchen Systemen zeigen, daß damit ganz zweifellos ein erheblicher 
Zugewinn in der Verdichtung der relevanten Schiffsführungsinformationen erzielt werden 
kann. "Entwicklungsgeschichtlich" gesehen, gehören das RADAR/ARPA-Gerät und ECDIS 
jedoch verschiedenen technischen Generationen an. Deshalb ist die wechselseitige Integration 
ihrer Funktionen mit einer Anzahl von Problemen behaftet. Einige dieser Fragen seien hier 
genannt: 
* Die Erneuerungsrate der Radar- und ECDIS-Darstellung müssen, ebenso wie ihre 
Nordorientierung und Geschwindigkeitssychronisation (auch bei starken Kursänderungen), 
miteinander korrespondieren. 
* Die Projektionsart muß gleich sein oder darf nur unbedeutende Abweichungen hervor 
bringen. Die übliche Projektionsart der ECDIS-Anzeige ist die Mercatorprojektion mit der 
Bildschirmmitte als festem Bezugspunkt. Die Projektionsart des Radars ist die mittel 
abstandstreue azimutale Projektion bzw. in kleineren Bereichen die mittelabstandstreue 
zylindrische Projektion. Sie bezieht sich immer auf den Schiffsort, der in der ECDIS- 
Darstellung nur ausnahmsweise mit der Bildschirmmitte identisch ist. 
* Die Darstellung der Bildinhalte wird im Radar über Helligkeit und Kontrast (Verstärkung) 
gesteuert. ECDIS bedient sich der Definition konstanter Farbwerte. Diese werden für ver 
schiedene Umgebungshelligkeiten (Nachtdarstellung) komplett umdefiniert.
	        
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