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Full text: Stand und Entwicklungstendenzen nautischer Systeme, Anlagen und Geräte an Bord von Seeschiffen (BSH-Berichte, Nr. 11)

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Performance Standards [11] entwickelt wurden, enthält als wesentliche Elemente die 
Verwendung vektorisierter, objektbezogener Seegebietsdaten sowie einheitlicher Farben und 
Symbolik [12] [13]. Da ECDIS in seiner Rechtsstellung und Funktion als "equivalent to 
paper chart" vorgesehen ist, müssen diese Daten von dafür autorisierten staatlichen Stellen - 
den nationalen hydrographischen Diensten erzeugt und in einem einheitlichen Format "S-57 
Edition 3.0" [14] bereitgestellt werden. Die dafür benötigte internationale Infrastruktur wird 
unter dem Dach der IHO gemäß dem WEND-Konzept [15] gegenwärtig aufgebaut. In 
Norwegen ist von der Norwegischen Vermessungsverwaltung ein regionales ECDIS-Datenzen- 
trum für Nordeuropa eingerichtet worden, das 1997 seinen Dienst aufgenommen hat. Das 
Datenzentrum wird als Joint-venture mit dem Britischen Hydrographischen Dienst betrieben. 
Der Prozeß der Definition und Standardisierung von ECDIS hat bereits Mitte der achtziger 
Jahre eingesetzt; er wird jedoch erst im Herbst 1997 zu einem vorläufigen Ende gebracht 
werden. Die eigentliche Datenproduktion durch die hydrographischen Dienste kommt daher 
erst jetzt in Gang, sieht man von Forschungs- und Entwicklungsprojekten ab. Der Aufbau der 
notwendigen nationalen und internationalen Infrastruktur für einen ECDIS-Datendienst wird 
sich weltweit nicht synchron vollziehen können. Es ist daher davon auszugehen, daß die 
Überdeckung mit ECDIS-Daten sich erst allmählich aus nationalen und regionalen 
Überdeckungen heraus entwickeln wird. Für Nordeuropa ist zu erwarten, daß dies innerhalb 
der nächsten fünf Jahre erreicht wird. Ähnliche Regionalentwicklungen sind in Kanada, 
Ostasien und für die Beringstraße zu erwarten. 
Vor dem Hintergrund des langwierigen Definitionsprozesses von ECDIS haben sich mehrere 
größere private Anbieter vektorisierter Seekartendaten etablieren können (z.B. C-Map, Transas 
Marine). Systeme, die auf der Anwendung dieser "privaten" Daten basieren, haben sich 
inzwischen eine erhebliche Verbreitung sichern können und bieten in vielen Fällen eine gute 
Funktionalität. Wegen der Einschränkungen in der Gewährleistung hinsichtlich der Voll 
ständigkeit, Richtigkeit und Aktualität dieser Daten können solche Systeme jedoch nicht den 
Status der Äquivalenz zur P.apierseekarte erreichen, die daher auch weiterhin vorrangig für die 
Navigation eingesetzt werden muß. In den meisten Flaggenstaaten werden diese sogenannten 
ECS (Electronic Chart Systems) ohne besondere Prüfung oder Zulassung für die Navigation 
verwendet. Das deutsche Zulassungsverfahren für elektronische Seekartensysteme enthält auch
	        
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