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Arabien Mitte 1985 zwei Ketten in Betrieb. Sie decken das östliche Mittelmeer, das Rote
Meer, den Persischen Golf, den Golf von Aden, den Golf von Oman und einen Teil des
arabischen Meeres ab. Im Jahre 1989 wurden die zwei Ketten durch Abschalten des Haupt
senders der Südkette zu einer Kette neu zusammengeschaltet, ohne daß sich die Bedek-
kungsgebiete wesentlich änderten. Die Volksrepublik China baut ein LORAN-C-Netz an
seiner Küste auf. Von den geplanten 9 Sendern sind 6 betriebsklar. Die Betriebsaufnahme
erfolgte im Frühjahr 1994. Auch Indien nahm den Betrieb der neu erbauten Ketten bei
Bombay und Kalkutta 1994 auf. In Südkorea wurden 2 Stationen einer ehemaligen Kette der
US Luftwaffe modernisiert. Neben diesen spezifischen Aktivitäten hat sich auch in Ostasien
eine LORAN-C-Gruppe mit der GUS, Japan, VR China und Rep. Korea gebildet. Als weitere
Teilnehmer werden Indien, Philippinen, Indonesien und Vietnam erwartet.
Im Nordpazifik besteht bereits seit 1987 eine Zusammenarbeit zwischen den USA und der
UdSSR/GUS. Hierin lag auch der Grund für die Offenlegung der Kettenparameter der
UdSSR/GUS-Ketten (8000 und 7950), so daß entsprechende LORAN-C-Anlagen angeboten
werden konnten.
Für die neue, gemeinsame USA/GUS-Kette erfolgte die Betriebsbereitschaftserklärung
ebenfalls 1994. Ende 1994, nach Rückzug der USA aus dieser Kette, übernahm Japan die
Aktivitäten.
Die UdSSR selbst hatte für eigene Bedürfnisse noch 50 LORAN-C-Stationen bzw. Lizenzen
für den Nachbau bestellt. Die GUS scheint teilweise in diesen Vertrag eingestiegen zu sein.
Mit den Stationen sollten die vorhandenen CHAYKA-Stationen (LORAN-C der UdSSR/GUS)
ersetzt werden, zwei vollständige LORAN-C-Ketten, die Pazifik-Kette 7950 und eine
westliche Kette 8000, von der ein kleiner Teil der Ostsee abgedeckt wird. Die verbleibenden,
bestellten Stationen reichen aus, um das gesamte Gebiet der GUS abzudecken. Nach dem
offiziellen Navigationsplan der GUS wird seit 1996 eine Kombination der CHAYKA-Kette
8000 mit den westlichen LORAN-C-Ketten (Sendestation Sylt) für eine Bedeckung der
Ostsee, Barentsee, Mittelmeer und Schwarzes Meer geplant. Entsprechende Versuche sind
bereits angelaufen.