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Full text: Stand und Entwicklungstendenzen nautischer Systeme, Anlagen und Geräte an Bord von Seeschiffen (BSH-Berichte, Nr. 11)

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mit den dadurch entstehenden zwei neuen LORAN-C-Ketten das sogenannte LORAN-C-Loch 
zwischen den Ketten der Ost- und Westküste zu schließen. Die gute Bedeckung der USA und 
der angrenzenden Seegebiete hat zu einer intensiven, steigenden Nutzung des Verfahrens in 
der Luftfahrt und auch im Landverkehr geführt. Die bisher für das Jahr 2015 vorgesehene 
Betriebseinstellung droht nach dem neuesten Radionavigationsplan der USA jetzt bereits für 
das Jahr 2000. Der Widerstand, insbesondere der allgemeinen Luftfahrt mit ca. 130.000 
genutzten LORAN-C-Anlagen, ist allerdings beträchtlich. 
So gibt es in den USA ebenfalls eine starke Gruppe von Befürwortern von Loran-C. Das 
Loran-C-Signal soll auch in den USA für die Datenübertragung von DGPS-Daten genutzt 
werden. 
2.1.5.2 Ausbau in anderen Staaten 
Das Angebot der USA zum Weiterbetreiben von Loran-C Sendern unter nationaler Kontrolle 
führte in Nordeuropa zur Bildung einer Arbeitsgruppe unter norwegischer Leitung. Diese 
Gruppe sprach in ihrem Abschlußbericht schon 1985 die Empfehlung aus, LORAN-C unter 
multinationaler Regie über 1994 hinaus weiterzubetreiben. Daneben wurden verschiedene 
Vorschläge ausgearbeitet, um die nordeuropäischen Seegebiete vollständig mit LORAN-C 
abzudecken. Drei Staaten kam hierbei eine besondere Bedeutung zu. In Norwegen wurde nach 
mehreren Anläufen LORAN-C vom Parlament zum zukünftigen Navigationsverfahren erklärt, 
u.a. auch, weil die Erfordernisse der Erdölindustrie durch DECCA nicht abgedeckt werden 
können. Im Nordmeer, wo weder DECCA noch LORAN-C vorhanden ist, wurde ein neuer 
LORAN-C-Sender bei Vardö gebaut. Eine weitere Station entstand nahe Bergen. Eine dritte 
neue LORAN-C-Station wird in Irland gebaut. Island hat nur LORAN-C für die eigene 
Fischerei. Es erprobte auf LORAN-C-Basis ein automatisches Sicherheitssystem für die 
eigenen Fischereifahrzeuge. Frankreich nahm Mitte 1985 zwei LORAN-C-Sender für 
militärische Zwecke (Biskaya-Abdeckung) in Betrieb. Im Jahre 1986 wurden für einen 
vierwöchigen Versuch diese französischen Stationen und die für den Doppelkettenbetrieb 
modifizierte Station Sylt als LORAN-C-Kette 8940 betrieben. Diese Kette bedeckte etwa 
westlich der Linie Sylt-Helgoland die südliche Nordsee, die östliche Hälfte des englischen 
Kanals sowie die innere Biskaya. Der Betrieb der Station Sylt wurde Ende Juni 1989 von der
	        
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