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Full text: Jahresbericht 1936

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Das zweiundsechzigste Jahr der Deutschen Seewarte, 1936. 
Etwa vom Juli 1936 an wurden die pazifischen Schiffsmeldungen, die in 
der Sammelausstrahlung von San Francisco (N. P. Gr.) verbreitet werden, mehr 
fach aufgenommen. 
Eistelegraphie: Änderungen sind nicht eingetreten. 
Wasserstandstelegraphie: Für die Gruppe Gezeitendienst wurden 
Wasserstandsmeldungen von 5 Küstenorten der Nordsee (Borkum, Wilhelms 
haven, Cuxhaven, Helgoland, Husum) einmal bzw. zweimal täglich auf dem 
Fernschreibwege empfangen. 
b) Seewetterdienst. 
„Täglicher Wetterbericht“: Seit 1. September wurden die Höhen 
wetterkarten, die bis dahin immer erst im Bericht des folgenden Tages er 
schienen, am gleichen Tage veröffentlicht. Damit ist der unmittelbare Vergleich 
mit der Bodenwetterkarte, das Erkennen des prognostisch wichtigen Zusammen 
hangs mit den Bahnen der Drucksteig- und -fallgebiete, die Bezugnahme in der 
„Witterungsübersicht“ erleichtert. 
Ende Oktober wurde der Umfang der Höhenwetterkarten erweitert, um die 
inzwischen regelmäßiger gewordenen Meldungen von Sluzk, Utti, Marseille, 
Avignon u. a. in das Kartenbild aufnehmen zu können. 
Arbeitskarten: Neu geschaffen wurde als Arbeitskarte eine „Küsten 
wetterkarte“ im Maßstab 1:2.5 Millionen. Sie soll dazu dienen, die regionalen 
Besonderheiten im Küsten- und Seewetter besser hervortreten zu lassen. 
Von dem seinerzeit von W/S entworfenen Vordruck der großen Bord 
wetterkarte für den Nordatlantischen Ozean wurde eine verbesserte Neuauflage 
herausgegeben und laufend an mitarbeitende Schiffe abgegeben. 
Seewetterberichte: Dem Seewetterbericht für den Reichssender 
Hamburg wurde auf Wunsch einer größeren Vereinigung deutscher Hochsee- 
flscher eine Vorhersage für das Kattegat hinzugefügt. Sie wurde vom 13. März 
bis 6. April und vom 3. August bis 21. September zunächst nur mittags, vom 
22. September an auch abends, gegeben. 
Die übrigen Seewetterberichte blieben unverändert. (Vgl. den Jahresbericht 
für 1935, S. 26.) Mit der zunehmenden Zahl der eingehenden Schiffswetter 
meldungen wurden auch die im Ozeanfunk wieder verbreiteten vermehrt. Um 
das Verständnis der im „Ozeanfunk“ benutzten Ausdrücke zu erleichtern, wurde 
eine Karte mit einer Musterwetterlage entworfen und an die mitarbeitenden 
Schiffe verteilt. 
Im Berichtsjahr wurden folgende Sturm- und Windwarnungen erlassen: 
Gruppe 
I 
St.- W.- 
Wamg. 
II 
St.- w.- 
Wamg. 
III 
St.- W.- 
Warng. 
IV 
St.- w.- 
Warng. 
V 
St.- w.- 
Warng. 
VI 
St.- w.- 
Warng. 
vn 
St.- w.- 
Warng. 
virr 
St.- w.- 
Warng. 
Jan.-März 
128 
38 
30 
61 
30 
63 
31 
63 
38 
60 
40 
61 
41 
58 
42 
57 
April-Spt. 
Okt.-Dez. 
i 
6 
19 
8 
26 
9 
28 
9 
30 
9 
31 
7 
32 
8 
33 
7 
32 
Jahr . . . 
34 
57 
38 
87 
39 
91 
40 
93 
47 
91 
47 
93 
49 
91 
49 
89 
Zusammen 
91 
125 
130 
133 
138 
140 
140 
138 
Gruppeneinteilung: I: ostpreußische Küste, II: ostpommersche Küste, III: 
Pommersche Bucht, IV: Seebereich Rügen, V: westl. Ostsee, VI: schlesw.-holst. 
Küste nördl. Büsum, VII: Helgoländer Bucht, VIII: oldenburgisch-ostfriesische 
Küste westlich Bremerhaven. 
Sonderwetterdienste: Ausführliche Wetterberichte und Fahrt 
streckenvorhersagen erhielten wieder die deutschen Auslandschulschiffe. Die
	        
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