Nautische Hydrographie
- Wünsche zur Darlegung der Verfahren in
der Abteilung können ohne besonderen
Erfassungsaufwand für Externe schnell er
füllt werden. Regelmäßig geforderte Kon
zepte und Berichte lassen sich aus dem
aktuellen Bestand der QM-Dokumente be
sonders leicht ableiten.
• Das QM-System wird auch als Führungsin
strument in der Abteilungs- und Referatslei
tung genutzt. Dies bezieht sich auf die QM-
Werkzeuge zur Weiterentwicklung und Ver
besserung der Aufgabenerledigung (Fest
legung der Qualitätsvorgaben) und auf die
QM-Kontrollmechanismen (Managementre
view, Audits, Berichte).
• Die Entwicklung neuer Verfahren und die Ver
besserung der nautischen Veröffentlichungen
wird unterstützt.
Beispiele:
- Projektgruppenarbeit wird seit Einführung
des QM-Systems durch wirksame Instru
mente wie klare Aufgabendokumentation
und Projektüberwachung erheblich ver
bessert.
- Durch die regelmäßige Festsetzung von
Qualitätsvorgaben wird ein gezielter und
kontinuierlicher Fortentwicklungsprozeß
bei Verfahren und Produkten der Abteilung
eingeleitet.
- Maßnahmen können von Abteilungs- und
Referatsleitung besser kontrolliert werden,
weil durch die verbesserte Berichterstat
tung bei Fehlentwicklungen schneller vom
Management eingegriffen werden kann.
• Die festgelegten Regeln werden befolgt und
umgesetzt.
- Durch die internen Audits wird die Umset
zung der Regeln überwacht. Allein die
Ankündigung der Audits führt zur entspre
chenden Sensibilisierung der Verantwortli
chen in den betroffenen Bereichen. Schon
bei der Überreichung der Checkliste wer
den ggf. bekannte Mängel beseitigt. Diese
Erfahrung motiviert zur Aufrechterhaltung
des QM-Systems.
- Festgestellte Mängel werden behoben.
Dies bezieht sich sowohl auf festgestellte
Abweichungen aus den Audits als auch
auf Feststellungen in Berichten über die
Erreichung der Qualitätsvorgaben.
Internationale Zusammenarbeit
Im September fand in Den Haag turnus
mäßig die 22. Sitzung der North Sea Hydro
graphie Commission (NSHC) (Abb. 24) statt. Auf
dieser Sitzung wurden u. a. Entscheidungen ge
troffen zur Einführung von WGS 84 (bisher: ED
50) als Horizontales Bezugssystem für die See
karten und der Lowest Astronomical Tide (LAT)
als Vertikales Bezugssystem. Ferner einigte sich
die NSHC auf einheitliche Grundsätze für die
Gewährung von Lizenzrechten an die Privatin-
dustrie für die Nutzung der nautischen Veröffent
lichungen und Seekarten der hydrographischen
Dienste.
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