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Full text : Jahresbericht 1996

Qualitätsmanagement

tragten  hinsichtlich  der  internen  Audits  sowie  das
Projekt  NAUTHIS  wurden  intensiv  untersucht.
Die  Maßnahmen  der  Abteilungs-  und  Referatsleitung ­
  wurden  stichprobenartig  hinsichtlich  der
Umsetzung  des  QM-Systems  überprüft.
Im  Gesamtergebnis  wurde  das  QM-System
des  BSH  außerordentlich  positiv  bewertet.  Die
Implementierung  des  QMS  und  die  positive  Akzeptanz ­
  des  QM-Systems  bei  den  Mitarbeitern
wurde  als  beispielhaft  hervorgehoben.
Eine  Mitteilung  der  IHO  im  International  Hydrographie ­
  Bulletin  und  ein  Bericht  des  BSH  auf
der  22.  NSHC-Konferenz  über  das  zertifizierte
QM-System  lösten  ein  lebhaftes  internationales
Echo  aus,  in  dem  das  BSH  zu  dem  Erfolg  beglückwünscht ­
  wurde;  vielfach  wurde  darum  gebeten, ­
  von  den  Erfahrungen  des  BSH  beim  Aufbau ­
  eigener  QM-Systeme  zu  profitieren.
Drei  Mitarbeiter  des  hydrographischen
Dienstes  Großbritanniens  und  ein  Mitarbeiter
des  norwegischen  hydrographischen  Dienstes
besuchten  das  BSH,  um  sich  über  Erfahrungen
bei  Aufbau  und  Betrieb  des  QM-Systems  zu  informieren. ­
  Aufgrund  ihrer  bevorstehenden  EC-DIS-Datenproduktion
  wird  dort  erwogen,  ein
QM-System  zu  errichten.  Die  hydrographischen
Dienste  von  Argentinien  und  Indien  wurden  aufgrund ­
  von  Anfragen  über  unsere  Erfahrungen
beim  Aufbau  des  QM-Systems  informiert.
Insgesamt  kann  zum  Ende  des  ersten  Jahres ­
  der  Anwendung  des  QMS  eine  positive  Bilanz ­
  gezogen  werden.  Nachstehend  sind  die  wesentlichsten ­
  positiven  Ergebnisse  aufgeführt:

•  Betroffene  Mitarbeiter  werden  an  Verfahrensverbesserungen ­
  beteiligt.  Dadurch  werden
vermehrt  nützliche  Ideen  berücksichtigt.  Veränderte ­
  Verfahren  werden  von  allen  getragen
(auch  dann,  wenn  notwendige  Kompromisse
die  ursprünglichen  Vorschläge  modifizieren).
•  Alle  Verfahren  und  Spezifikationen  sind  dokumentiert. ­
  Die  entsprechenden  Beschreibungen ­
  werden  erstmalig  ständig  fortgeschrieben ­
  und  sind  ausnahmslos  aktuell.  Verfahrensanweisungen ­
  werden  als  Führungsinstrument ­
  des  mittleren  Managements  genutzt. ­

Beispiele:
-  Verfahrensanweisungen  werden  als  Entscheidungshilfe ­
  bei  Konflikten  genutzt.  Sie
helfen,  Weisungen  an  Mitarbeiter  durchzusetzen, ­
  wenn  festgestellt  wird,  daß  teilweise
die  gültigen  Regeln  nicht  mehr  von  allen
Mitarbeitern  richtig  umgesetzt  werden.
-  Sie  haben  sich  als  hilfreiches  Werkzeug
für  die  Vereinheitlichung  der  Verfahren
zwischen  Hamburg  und  Rostock  sowie  bei
der  land-  und  seeseitigen  Abstimmung  erwiesen. ­

-  Ihr  Wert  zeigt  sich  bei  der  Verbesserung
von  Verfahren  als  Orientierungshilfe  bei
der  Beurteilung  des  Ist-Zustands  sowie  als
Leitfaden  bei  der  Einarbeitung  neuer  Mitarbeiter. ­

-  Der  einmal  erbrachte  Aufwand  während
der  Erstellung  des  QM-Systems  zur  Verfahrensdokumentation ­
  bleibt  erhalten.  Die
erbrachte  Leistung  und  ihre  Qualität  können ­
  ständig  nachgewiesen  werden.

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