Eisdienst
Zusammenfassung
Eine quantitative Abschätzung der Trends
in den 90er Jahren ist möglich, da für diese
Jahre ein homogenerer Datensatz vorliegt. Es
werden hierfür die normierten Daten (außer bei
Quecksilber) in der Subregion 14 ausgewählt.
Für die meisten Metalle läßt sich ein Rückgang
der Konzentration seit 1990 bis 1996 feststellen.
100 JAHRE EISDIENST
Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft
Ursprung des Dienstes, Aufgaben
und internationaler Rahmen
Der Eisdienst des BSH geht auf den 1896
bei der Deutschen Seewarte geschaffenen Eis
nachrichtendienst zurück. Maßgeblich hierfür
war eine Verfügung des Staatssekretärs im
Reichsmarineamt, täglich Berichte über die Eis
verhältnisse an den verschiedenen Plätzen der
deutschen Küste zu veröffentlichen. Damit fan
den Eisbeobachtungen, die zuvor nur vereinzelt
und unkoordiniert erfolgten, vom Dezember 1896
erstmals im gesamten deutschen Küstenbereich
nach einheitlichen Vorschriften und unter einheit
licher Leitung statt.
„Dadurch war es möglich, eine Gleich
mäßigkeit und Regelmäßigkeit zu sichern, wel
che diese Eisbeobachtungen zu Vergleichen der
Eisverhältnisse, sowohl verschiedener Jahre, als
auch der verschiedenen Küstenteile und Hafen
plätze unter sich, sowie zur Feststellung der
Dauer und Art der Eisbedeckung an der deut
schen Küste überhaupt ganz besonders geeig
net macht. Durch eine fortlaufende Bearbeitung
dieser Eisbeobachtungen dürfte eine bessere
Kenntnis der physikalischen Verhältnisse unse
rer Küsten erzielt werden können, welche bei
der großen Abhängigkeit des wirtschaftlichen
Lebens der Küstenbevölkerung und des winter
lichen Verkehrs an den Hafenplätzen von den
Eisverhältnissen auch von nicht geringer prakti
scher Bedeutung sein würde.“
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