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Full text: Jahresbericht 1996

Meereskunde 
Phase erfaßt. Deshalb sind die Daten für Blei 
sehr gut miteinander vergleichbar. Zusätzlich 
wird das Blei in einer weitergefaßten Speziierung 
(chemischem Zustand) seit 1986 mit der TRFA 
gemessen. Der berechnete Trend zeigt eine 
deutliche Abnahme für das Gesamtgebiet; zwi 
schen den unveränderten Daten und den nor 
mierten Daten ist kein Unterschied zu erkennen. 
Dies entspricht auch dem bisherigen Kenntnis 
stand über das Verhalten von Blei in der Deut 
schen Bucht. Die gleiche Erscheinung zeigt auch 
das Blei der Subregion 14; die Abnahme der 
Konzentrationen im Trend ist noch etwas ausge 
prägter. 
Cadmium 
Cadmium wurde seit 1973 mit der GFAAS, 
seit 1985 (wie Blei) mit der DPASV bestimmt. 
Wie beim Blei erläutert, ist hier ebenfalls die 
Erfassung des Cadmiums in unterschiedlichem 
chemischem Zustand das Ziel des Einsatzes 
beider Methoden. Es ist nicht zweckmäßig, 
beide Datensätze in einer Graphik zur Berech 
nung heranzuziehen. Das gelöste Cadmium 
zeigt für das Gesamtgebiet einen leicht abneh 
menden Trend über die vergangenen acht Jahre; 
bei der Normierung hingegen zeigt sich eine 
schwache Zunahme (Abb. 18). Aus der Subre 
gion 14 ist genau der gleiche Trend für beide Da 
tensätze zu entnehmen. Dieses Verhalten ver 
weist auf die schon länger bekannte Tatsache, 
daß das Metall Cadmium in der Deutschen 
Bucht eine sehr gleichförmige Verteilung über 
das gesamte Gebiet aufweist. Aus diesem 
Grunde zeigt die Subregion 14 kein verändertes 
Erscheinungsbild. 
Quecksilber 
Die Bestimmung von Quecksilber wurde 
1979 erstmals aufgebaut. Hier liegen weitge 
hend nur Daten von unfiltrierten Wasserproben 
vor, da die Filtration beim Quecksilber metho 
disch sehr schwierig ist. Daher wurde Quecksil 
ber auch in nationalen und internationalen Über 
wachungsprogrammen fast immer in unfiltrierten 
Proben untersucht. Eine eingehende Analyse 
der Daten zeigte, daß zumindest für den gegen 
wärtigen Ansatz eine Normierung der Daten (wie 
bei allen anderen hier vorgestellten Metallen) 
nicht zweckmäßig ist. Die Werte für die Quecksil 
berkonzentration in ungefilterten Wasserproben 
der Deutschen Bucht für den Zeitraum von 1980 
bis 1989 zeigen im Vergleich mit den darauffol 
genden acht Jahren im Betrag recht hohe Werte 
und auch große Varianz. Ursache für dieses auf 
fällige Verhalten ist der extrem hohe Eintrag spe 
ziell des Quecksilbers durch die Elbe, der bis zur 
Wiedervereinigung Deutschlands überwiegend 
durch die Abwässer aus der Industrie der DDR 
verursacht wurde. Seit 1989 hingegen liegen die 
Werte für das Gesamtgebiet recht gleichmäßig 
mit schwach abnehmendem Trend bei einer 
Konzentration von etwa 1 ng/l. Interessant ist der 
deutlich stärker abnehmende Trend aus dem 
gleichen Zeitraum für die Subregion 14, da sich 
dort der Einfluß der Elbe deutlich stärker aus 
wirkt als im Gesamtgebiet. 
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