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Full text: Jahresbericht 1996

Meereskunde 
Nickel 
Das Metall Nickel wurde seit 1973 mit der 
GFAAS bestimmt, seit etwa 1987 bis heute mit 
der TRFA. Beide Methoden lassen sich sehr gut 
miteinander vergleichen, da kein systematischer 
Unterschied beobachtet werden konnte. Daher 
wurden für diese Auswertung beide Datensätze 
miteinander kombiniert. Die Originaldaten für 
das Gesamtgebiet zeigen in den ersten 15 Jah 
ren besonders den Einfluß der sich ändernden 
Stationsnetze. Seit 1990 läßt sich auf sinnvolle 
Weise eine Regressionsgerade berechnen, die 
einen leicht abnehmenden zeitlichen Trend von 
1990 bis heute auf eine Konzentration etwas un 
ter 600 ng/l ergibt (Abb. 16). Durch die Normie 
rung auf den Januar ist der Betrag der Median 
werte etwas höher als bei den unkorrigierten 
Daten. Die stärkere Abnahme des Trends deutet 
auf einen größeren Einfluß der landseitigen 
Inputs für Nickel in der küstennäheren Subregion 
14, verglichen mit dem Gesamtgebiet, hin. Es be 
stätigt sich das Bild des chemischen Verhaltens 
von Nickel in der Deutschen Bucht, das eine re 
lativ gleichförmige räumliche Verteilung aufweist. 
Kupfer 
Für die Analytik von Kupfer über den Unter 
suchungszeitraum von 25 Jahren gilt das gleiche 
wie für Nickel. Für die Originaldaten im Gesamt 
gebiet zeigt der Trend über die letzten 8 Jahre ei 
nen deutlichen Anstieg. Bei der Normierung auf 
S = 32 und den Monat Januar zeigt sich hinge 
gen ein schwach abnehmender Trend. Hierdurch 
wird deutlich, daß die Daten nur bei Normierung 
im Zusammenhang zu interpretieren und bewer 
ten sind. Der Anstieg bei den Originaldaten wird 
im wesentlichen durch den stärkeren Einfluß der 
Probennahme im März 1996 bewirkt, da in die 
sem Monat zur Zeit des Spätwinters vor Beginn 
der Phytoplanktonblüte die Kupferkonzentration 
am höchsten ist. Für die Subregion 14 weist das 
Kupfer eine praktisch gleichbleibende Konzen 
tration auf. 
Zink 
Zink wird seit 1986 mit Einführung der 
TRFA gemessen. Der Trend über die letzten 
etwa 10 Jahre für das Gesamtgebiet (Abb. 17) 
zeigt bei den unveränderten Daten eine deutli 
che Abnahme, bei den normierten Daten eine 
noch etwas größere negative Steigung. Die für 
Zink erkennbare hohe Variabilität der Einzel 
werte ist vor allem durch natürliche biogeoche 
mische Prozesse bedingt. Hier zeigt das Zink ein 
ähnliches Verhalten wie z. B. das Eisen. Für die 
Subregion 14 zeigt sich beim Zink ebenfalls ein 
deutlich abnehmender Konzentrationsverlauf. 
Blei 
Blei wird (ebenso wie das Cadmium) seit 
1985 methodisch weitgehend unverändert mit 
der Invers-Voltammetrie (DPASV) gemessen. 
Beide Metalle werden in der ionischen gelösten 
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