Meereskunde
arbeiten, in denen für die verschiedenen GOOS-
Module die erforderliche spezielle Technologie
entwickelt wird.
Auf europäischer Ebene hat sich eine Initia
tive (EuroGOOS) von Institutionen gebildet, die
mit GOOS unmittelbar befaßt sind, um die eu
ropäische Beteiligung an dem globalen GOOS-
Programm zu koordinieren. Die Broschüre „The
Strategy for EuroGOOS“ wurde veröffentlicht. Im
Oktober fand die erste EuroGOOS-Konferenz in
den Niederlanden statt. Kernaktivitäten von Eu
roGOOS waren: EuroGOOS auf die Tagesord
nung des EU-Ministerrats zu bringen mit dem
Ziel, eine verbesserte Infrastruktur für die Wis
senschaftsplanung und -förderung durch die EU
zu erreichen; Technologie mit der Unterstützung
der EU zu entwickeln und GOOS-Komponenten
in ausgewählten europäischen Seegebieten um
zusetzen und zu testen (z. B. in der Ostsee, im
Mittelmeer, im nordwesteuropäischen Schelf, in
den arktischen Gewässern und im nordatlanti
schen Ozean). Das BSH ist Mitglied in Euro
GOOS.
Die Ressortzuständigkeit für GOOS liegt
jetzt beim Bundesministerium für Verkehr. Die
Sekretariatsgeschäfte für GOOS übt das BSH
aus.
25 Jahre Überwachung
auf Spurenmetalle im Meer:
Zeitliche Trends im Wasser
der Deutschen Bucht
Am 1. Januar 1971 begannen im DHI
(BSH) die Arbeiten zur Bestimmung von Spuren
metallen im Meer. Entsprechend dem Stand der
Wissenschaft wurde die damals neu kommerziell
verfügbare Graphitrohr-Atomabsorptionsspek-
trometrie (GFAAS) eingesetzt, um die im Meer
wasser vorkommenden Konzentrationen von
Schwermetallen zu bestimmen. Wie auch in an
deren Laboratorien in Deutschland, Europa und
den USA konnten damit Schwermetalle in der
extrem geringen Konzentration im Meerwasser
untersucht werden.
In den folgenden Jahren wurden in interna
tionaler Zusammenarbeit weitere Analysenme
thoden erprobt und eingeführt. Gleichzeitig wur
den die Verfahren der Probennahme auf See
und der Vorverarbeitung der Analysenproben
verbessert und optimiert. Die analytische Qua
litätssicherung der Nachweisverfahren im Labo
ratorium wurde mit zahlreichen Interkalibra
tionsexperimenten überprüft.
Für die Überwachung werden derzeit fol
gende Schwermetalle regelmäßig bestimmt:
Quecksilber, Cadmium, Blei, Kupfer, Nickel,
Zink, Eisen, Mangan, Vanadium, Uran und
Chrom in filtrierten Wasserproben; in den dazu
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