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Full text: Jahresbericht 1996

Meereskunde 
arbeiten, in denen für die verschiedenen GOOS- 
Module die erforderliche spezielle Technologie 
entwickelt wird. 
Auf europäischer Ebene hat sich eine Initia 
tive (EuroGOOS) von Institutionen gebildet, die 
mit GOOS unmittelbar befaßt sind, um die eu 
ropäische Beteiligung an dem globalen GOOS- 
Programm zu koordinieren. Die Broschüre „The 
Strategy for EuroGOOS“ wurde veröffentlicht. Im 
Oktober fand die erste EuroGOOS-Konferenz in 
den Niederlanden statt. Kernaktivitäten von Eu 
roGOOS waren: EuroGOOS auf die Tagesord 
nung des EU-Ministerrats zu bringen mit dem 
Ziel, eine verbesserte Infrastruktur für die Wis 
senschaftsplanung und -förderung durch die EU 
zu erreichen; Technologie mit der Unterstützung 
der EU zu entwickeln und GOOS-Komponenten 
in ausgewählten europäischen Seegebieten um 
zusetzen und zu testen (z. B. in der Ostsee, im 
Mittelmeer, im nordwesteuropäischen Schelf, in 
den arktischen Gewässern und im nordatlanti 
schen Ozean). Das BSH ist Mitglied in Euro 
GOOS. 
Die Ressortzuständigkeit für GOOS liegt 
jetzt beim Bundesministerium für Verkehr. Die 
Sekretariatsgeschäfte für GOOS übt das BSH 
aus. 
25 Jahre Überwachung 
auf Spurenmetalle im Meer: 
Zeitliche Trends im Wasser 
der Deutschen Bucht 
Am 1. Januar 1971 begannen im DHI 
(BSH) die Arbeiten zur Bestimmung von Spuren 
metallen im Meer. Entsprechend dem Stand der 
Wissenschaft wurde die damals neu kommerziell 
verfügbare Graphitrohr-Atomabsorptionsspek- 
trometrie (GFAAS) eingesetzt, um die im Meer 
wasser vorkommenden Konzentrationen von 
Schwermetallen zu bestimmen. Wie auch in an 
deren Laboratorien in Deutschland, Europa und 
den USA konnten damit Schwermetalle in der 
extrem geringen Konzentration im Meerwasser 
untersucht werden. 
In den folgenden Jahren wurden in interna 
tionaler Zusammenarbeit weitere Analysenme 
thoden erprobt und eingeführt. Gleichzeitig wur 
den die Verfahren der Probennahme auf See 
und der Vorverarbeitung der Analysenproben 
verbessert und optimiert. Die analytische Qua 
litätssicherung der Nachweisverfahren im Labo 
ratorium wurde mit zahlreichen Interkalibra 
tionsexperimenten überprüft. 
Für die Überwachung werden derzeit fol 
gende Schwermetalle regelmäßig bestimmt: 
Quecksilber, Cadmium, Blei, Kupfer, Nickel, 
Zink, Eisen, Mangan, Vanadium, Uran und 
Chrom in filtrierten Wasserproben; in den dazu 
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