Überwachung
Überwachung auf organische Schadstoffe
Zur Untersuchung der chronischen Bela
stung des Meerwassers durch gelöste, disper
gierte und an Schwebstoffen adsorbierte organi
sche Schadstoffe wurden die folgenden
Methoden verwendet: Die Bestimmung der
Gesamtkohlenwasserstoff-Konzentration (THC,
relative Werte, bezogen auf Ekofisk-Rohöl) er
folgte nach der Fluoreszenzmethode (IGOSS-
Verfahren) und dient als Screeningverfahren.
In ausgewählten Proben (Abb. 6) wurden
mittels Gaschromatographie-Massenspektrosko
pie (GC-MS) ca. 60 Kohlenwasserstoff-Einzel
komponenten (Alkane, polizyklische aromati
sche Kohlenwasserstoffe (PAK)) und ca. 10
Chlorkohlenwasserstoffe (z. B. HCH-Isomere,
PCB, DDT und DDT-Metaboliten) bestimmt. Da
neben wurden während der Fahrten kontinuier
lich in situ Fluoreszenz- und Trübungsmessun
gen als Begleitparameter durchgeführt.
■ Erdöl-Kohlenwasserstoffe im Meerwasser
In der Deutschen Bucht wurden auf drei
Fahrten im Juli, August, September 6 Probungen
genommen. Die Kohlenwasserstoff-Konzentra
tionen lagen zwischen 0,2 und 3,2 pg/l und sind
damit in dem gleichen Bereich wie in den ver
gangenen Jahren. Die Gesamtkohlenstoff-Kon
zentration in der Ostsee liegt zwischen 0,5 und
1,4 pg/l. Insgesamt ist eine recht gleichmäßige
Verteilung der Konzentrationen im Ostseewas
ser zu beobachten. Die Werte befinden sich im
gleichen Konzentrationsbereich wie in den ver
gangenen Jahren.
Abb. 6
Kugelwasserschöpfer mit Wasserprobe.
■ Chlorierte Kohlenwasserstoffe im Seewasser
Erste Ergebnisse der Untersuchungen der
Proben von 1996 zeigen, daß sich die Konzen
trationen der untersuchten chlorierten Kohlen
wasserstoffe in den Jahren 1995 und 1996 auf
gleichem Niveau befinden wie in den vergange
nen Jahren und sich der abwärts gerichtete
Trend stabilisiert. In der Deutschen Bucht sind
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