Überwachung
Die Entwicklung eines neuen, auf dem Prinzip
der Gammaspektroskopie arbeitenden Gerätetyps,
der das radioaktive Nuklidgemisch an
den Meßstationen direkt erkennen läßt, wurde
abgeschlossen. So können Aktivitäten natürlichen
Ursprungs besser von solchen aus künstlichen
Quellen unterschieden werden.
1996 wurden im Meßnetz keine ungewöhnlichen
radioaktiven Ereignisse registriert.
Nährstoffe und Sauerstoff
Die Untersuchungen zur aktuellen Verteilung
und zum zeitlichen Trend der Nährstoffkonzentrationen
(Phosphat, Stickstoffverbindungen,
Silikat) in der Deutschen Bucht wurden Anfang
bis Mitte Februar 1996 fortgesetzt. Das Stationsnetz
umfaßte 30 Stationen, darunter auch die im
Bund/Länder-Meßprogramm für die Küstengewässer
der Nordsee (BLMP) und im Joint Assessment
and Monitoring Programme (JAMP) der
Übereinkommen von Oslo und Paris vereinbarten
Stationen.
Die Phosphatkonzentration lag zwischen
0,5 bis 1,5 pmol/l und war im mittleren und nördlichen
Bereich der Deutschen Bucht höher als
1993 bis 1995. Dagegen waren die Nitrat- und
Silikatkonzentrationen niedriger als in den Jahren
zuvor.
Bei Kontrollmessungen am 23. und 24. März,
zur Zeit der starken Blüte der Kieselalge Coscinodiscus,
war die Phosphatkonzentration im küstennahen
Bereich auf Werte unter 0,2 pmol/l
zurückgegangen, Silikat war zu diesem Zeitpunkt
bereits vollständig aufgezehrt, Nitrat war
noch ausreichend vorhanden.
Im Projekt MERMAID wurden mit dem
GKSS-Forschungszentrum die Vergleichsmessungen
mit Pumpenphotometern (APP) zur kontinuierlichen
Bestimmung von Nährstoffen fortgesetzt.
Als Beitrag zum World Ocean Circulation
Experiment (WOCE) wurden vom 4. Mai bis 7.
Juni Nährstoff-, Sauerstoffkonzentrationen und
Kohlendioxidgehalt auf einem Ost-Westschnitt in
Nordatlantik gemessen.
In Zusammmenarbeit mit der Bundesforschungsanstalt
für Fischerei wurde im Mai und
im Juli/August der Sauerstoffgehalt in der Nordsee
gemessen. In diesem Jahr kam es zu keinen
kritischen Sauerstoffsituationen in der Deutschen
Bucht.
Die Messungen an den national und international
vereinbarten Überwachungsstationen
der westlichen Ostsee wurden Ende August
durchgeführt. Die Nährstoffkonzentrationen waren
der Jahreszeit entsprechend sehr niedrig.
Die Sauerstoffversorgung war selbst in der tieferen
Wasserschicht (unter 20 m) außergewöhnlich
gut, die Konzentrationen waren wesentlich
höher als in den vergangenen Jahren.
Überwachung auf Schwermetalle: Meerwasser
Für die Überwachung des Meerwassers der
Deutschen Bucht auf schädliche Schwermetalle
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