Überwachung
westlich verlegt. Die NSB III wird voraussichtlich
in der zweiten Jahreshälfte 1997 in Betrieb ge
nommen werden.
Der Meßmast DARSSER SCHWELLE, der
wegen des Eiswinters auf dem Meeresboden ab
gelegt worden war, wurde im April 1996 wieder
aufgerichtet und der operationelle Betrieb nach
Installation der Meßeinrichtung aufgenommen.
Die Großtonne FEHMARNBELT wurde vor
Beginn des Eiswinters im Dezember 1996 zu
notwendigen Umbauarbeiten eingeholt. Der Um
bau ist erforderlich, weil sich der Nutzungs
schwerpunkt der Tonne verlagert hat. Das WSA
Lübeck wird zwar die Tonne als Geräteträger
weiterhin warten, jedoch künftig anstelle des
Leuchtfeuers nur noch eine einfache Tonnenbe
leuchtung unterhalten (Abb. 5).
Im Zuge der notwendigen Modernisierung
des bordseitigen Datenmanagements auf den
Meßnetzstationen wurden in einen BMBF-Pro-
jekt Software-Module entwickelt, die eine spä
tere Integration in das übergreifende Datenma
nagement der im EUROMAR-Projekt MERMAID
entwickelten Systeme sicherstellt. Das BSH/
GKSS-Projekt MERMAID wurde mit Abschluß
der In-situ-Erprobung der Komponenten 1996 be
endet. Der Versuchsbetrieb auf zwei Stationen
der GKSS (Boje META I, Plattform Großer Vo
gelsand) und einer Station des BSH (UFS ELBE)
ergab zufriedenstellende Funktion und Standzeit
der automatischen Nährstoffanalysatoren, aber
weiteren Optimierungsbedarf bei den automati
schen Probennehmern.
Entwicklung und Prüfung neuer Meßsysteme
Mit Inbetriebnahme eines im BSH ent
wickelten automatischen Meßstellenumschalters
für die Vergleichstemperatursensoren und Refe
renzwiderstände an der Kalibrieranlage konnte
der Kalibriervorgang erheblich beschleunigt wer
den. Durch diese Automatisierung werden die
Anzahl der Fehlmessungen und die damit ver
bundenen Wiederholungen reduziert.
Kalibriert wurden 1996 hauptsächlich CTD-
Sonden mit hoher Meßgenauigkeit für den Ein
satz auf Forschungsschiffen und Dauerstationen
des BSH-Meßnetzes. Ebenso konnten, trotz des
noch unvollständigen Druckmeßplatzes, die
Drucksensoren von CTD-Sonden für Wassertie
fen bis zu 6000 m kalibriert und deren Druck-Hy
steresefehler untersucht werden. Bei der Kali
bration von elektronischen Kippthermometern
zeigten sich teilweise unzulässige Abweichun
gen von den Sollwerten bzw. den Werten der
letzten Kalibration.
Überwachung des Meeres
Nord- und Ostsee sind flache Schelfmeere
des Atlantischen Ozeans. Ihr Wassereinzugsge
biet weist eine der höchsten Besiedlungsdichten
und eine starke Industrialisierung der Anrainer
staaten auf. Die beiden Randmeere stehen da
her unter besonderem Einfluß der Einträge von
Nähr- und Schadstoffen. In den Übereinkommen
35