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Full text: Forschungsschiff Meteor 1964-1985

Auch „der“ (so sagte man damals!) sechste, später so berühmt gewordene „Meteor“ war 
ursprünglich als Kanonenboot geplant und 1915 in Danzig vom Stapel gelassen worden. 
wurde dann aber zunächst nicht weitergebaut. 
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Erst nach dem Krieg übernahm ihn die Reichsmarine und ließ ihn in Wilhelmshaven zu 
einem Vermessungs- und Forschungsschiff um- bzw. ausbauen, das 1924 in Dienst gestellt 
wurde. Die Wasserverdrängung betrug 1179 tons, die Besatzung etwa 120 Köpfe; dane- 
ben gab es Platz für 11 Wissenschaftler, Laboratorien, Zeichenraum, Bibliothek und 
Stauraum für Geräte. Hier ist nicht der Platz, auf die Geschichte dieses Schiffes und die 
bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg durchgeführten Forschungs- und Vermessungsfahr- 
ten einzugehen — es überdauerte jedenfalls den Krieg und wurde (wiederum nach 
21 jähriger Dienstzeit!) an die Sowjetunion abgeliefert, wo es noch etliche Jahre Dienst 
getan hat. . 
Wenn nun der Nachfolger unserer — nach dieser Zählung siebenten — METEOR 
nach einem Beschluß der Senatskommission für Ozeanographie der DFG vom 4. Juni 
1985, diesmal ohne jegliche Diskussion über mögliche Alternativen, wiederum diesen 
Namen tragen wird, so wohl vor allem deshalb, weil inzwischen dieser Name im In- und 
Ausland als Symbol für die deutsche multidisziplinäre Meeresforschung schlechthin ange- 
sehen wird. Angesichts der hier aufgelisteten zahlreichen Namensvorgänger sollte man 
allerdings nicht in den Fehler verfallen, das neue Schiff mit dem Zusatz „2“ oder „II“ zu 
kennzeichnen. 
Dies wäre auch im Hinblick auf die mit diesem Namen verbundene Meeresfor- 
schungstradition nicht korrekt; immerhin ist sie in dieser Reihe das dritte Schiff. Wie 
wäre es also — falls Unterscheidungen überhaupt notwendig werden — mit dem Merkmal 
des Indienststellungs-Jahres, also „Meteor“ 1924. METEOR 1964, „Meteor“ 1986? 
Hartwig Weidemann 
(unter Verwendung von Unterlagen von Willy Schröder und Zeichnungen von Fritz 
Nieder. ehemals Besatzungsmitglieder des alten „Meteor“) 
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