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Object: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Ifcisi- iler llaniigtr Bri^S , Bttiv'. 91 
uutorgang fast still. Uui 6 h 30'" p. in. ankerten wir aal’ Stonewull Anchorage 
(Potsets Uns Bai) in den Peilungen: Direction Milt - Bake S 70° W und Kap 
Possession-Bake S 80® 0, in 25m (14 Fad.) Wassertiefe auf schlickigem Sande. 
Der Strom setzte während der vier Stunden, die wir auf der Strecke 
von Dungeness Point bis zum Ankerplätze zubrachten, mit einer Fahrt von 
3,2 Kn entgegen. Bei Dungeness mufste es etwa um Mittag Hochwasser 
gewesen sein. 
Oktober 10. Bei Tagwerden entdeckten wir eine rothe Boje mit Ball 
ffNW/iW, etwa 2,5 Sm von uuserrn Ankerplätze entfernt. Es scheint dies die 
Boje von der Narrow Bank zu sein, die von ihrer richtigen Position hierher 
vertrieben ist. 
Uni 6 h 30"* a. in. lichteten mit der ersten leichten Briese Anker und 
segelten First Narrow» zu. Um 9 h 55'" peilte Direction HiH - Bake S71°W 
und Berg Aymond N41°W; um ll h a. in. Direction //»//-Bake N 65° W, standen 
von der 27» Fad.-Linie an der Kante der Bank jetzt 7* Sm entfernt. Der 
Wind war SE, zeitweise südlicher, von Stärke 3—2. Direction HiH-Büke, sowie 
Orange HUI und Mount Aymond und später Baxa Pomt-Bake gaben leicht 
erkennbare Landmarkeu ab. 
Durchsegelten First Narrow». Von dem Punkte, wo wir uns um lp'a. m. 
befanden, bis zur Position Baxa Point S 32° 0 2 Sm entfernt, eine Strecke von 
11,5 Sm, benöthigten wir eine Stunde. Hiernach hatte die Gczeit GSm in der 
Stunde mitgeholfen. Am Eingang und Ausgang setzte der Strom mit 4 bis 5 
recht in der Mitte der Enge jedoch mit 8 Kn Fahrt. Die Wasseroberfläche 
war glatt, mit zahlreichen Stromwirbelu bedeckt; letztere übten auf die Steuer 
fähigkeit des Schiffes keinen merklichen Eiullufs aus. Der Wiud war von glcich- 
mäfsiger Stärke, das Wetter schön. 
Jenseits First Narrows war der Wind nordöstlich, in Stärke schwankend 
zwischen 3 und 5. Hiermit gelangten wir in Second Narrows, woselbst wir 
bereits die entgegensetzende Gezeit antrafen. Um 577' p. m. hatten Gone Hill 
in N 16° W. Hier in der Mitte der Enge schien der Strom am stärksten zu 
sein; mit 6,5 bis 7 Ku Fahrt konnten wir bis 6 h 30"' p. m. nichts voraus segeln, 
und auch späterhin war der Fortschritt ein so geringer, dafs bis zur Peilung 
Cone Hill N 6° W ein Gegenstrom von 6 Ku gerechnet werden mui's. 
Erst gegen 8 h 30“ p. m., als Kap St. Vincent S 44° W peilte, fing es au 
besser voraus zu gehen. Mittlerweile war es Nacht geworden und die Küste 
auf der einen wie der anderen Seite bei der dunklen Witterung sehr schwer 
zu erkennen; nur Kap St. Vincent schimmerte, wenn es immer im Auge gehalten 
wurde, in dunklen Umrissen durch. Als dies Kap OSO peilte, liefs ich WNW 
steuern, darauf rechnend, dafs Point de Gracia, in die Peilung ONO gebracht 
sich abheben würde. Nachdem wir in die unmittelbare Nähe der an St-B. 
liegenden Küste gelaugt, schimmerte dieselbe durch, Point de Gracia trat bald 
hervor, und als wir die Spitze unter fortwährendem Lotheu in die ungefähre 
Peilung Ost gebracht hatten, luvten wir auf und ankerten um 10” 20 m p. m. 
auf 9 m (5 Fad.) Tiefe, lehmigem Grund. 
In dem Becken zwischen First- und Second Narrow» konnte Triton Bank- 
Boje nicht entdeckt werden. 
Am 11. Oktober blieben auf unserem Ankerplatz hinter Point de Gracia, 
SWzW 3 /iW 1,4 Sm von John Point, nahe vor Oazy Harbour. Elisabeth-, 
Sta. Martha- und Sta. Magdalena-]mein waren von hier aus deutlich zu erkennen. 
Der Wind war still, abwechselnd mit flauen Brieseu aus SW, das Wetter trübe 
und regnerisch. 
Am 12. Oktober blieben ebenfalls vor Anker. 
Am 13. Oktober, früh um 4 3 /4 h , lichteten Anker und segelten südwärts 
der Pelican Passage zu. Der Wind war WNW, frische Briese. So wie wir 
südlicher kamen, nahm derselbe mit Böen zu und holte westlicher und selbst 
durch West. In der Passage selbst war der Wind nördlich, Stärke 7—8, in 
Böen 10. Um l i /V passirteu wir Kap Porpesse dicht bei. Hier hatten wir für 
einige Minuten Windstille. Weiterhin entlang der Küste wechselte der Wiud 
fortwährend in Stärke und Richtung, bis zu 4 Strich umspringend. Zu Zeiten 
wehte er stetig mit Stärke 7, dann kam er in Böen von Stärke bis 10 bald 
aus SWzW, bald aus W und WzN. Wir kreuzten hier unter gerefften Unter-
	        
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