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13.1. 64
Auf der 9. Sitzung der Baukommission (im DHI) berichtet Herr Johannsen,
daß jetzt z. T. in zwei Schichten gearbeitet werde. Bei Kran und Winden
gebe es Lieferprobleme, desgleichen bei der Ballonhalle, den Davits und
der Echolotanlage. Der Innenausbau und der Einbau von Geräten beginne
jetzt. Die Taufe (Termin nun: 8.2.64) müsse allerdings bei nur teilweise
fertigem Schiff erfolgen; die endgültige Fertigstellung werde kaum vor Ende
März möglich sein. — Wegen des Zusatzes „II“ zum Namen werden Beden-
ken geäußert: eine Numerierung sei nur üblich, wenn mehrere Schiffe des-
selben Namens gleichzeitig in Betrieb seien. Durch Abstimmung wird die
Anbringung des Wappens am Bug entschieden, als Schiffsfarbe wird ein rein
weißer Außenanstrich (ohne farbige Längsstriche o. ä.) akzeptiert. — Die
Gerätebestellungen haben inzwischen einen Wert von 1,4 Mio DM erreicht.
(Während des Sommers hatte es infolge eines Masseneingangs von Beschaf-
fungsanträgen und urlaubsbedingter Personalknappheit einen Rückstau bei
der Bestellungsabwicklung gegeben.)
Den Teilnehmern der 8. Sitzung der Senatskommission (im DHI) werden
der Kapitän und der L. I. vorgestellt. Im folgenden berichtet Präsident
Zwiebler über die Ergebnisse der gestrigen Baukommissionssitzung. Über
die Frage „METEOR“ oder „METEOR II“ wird — nach Hinweis auf die
0. e. Bedenken abgestimmt; das Ergebnis lautet 12:7 für „METEOR“ (ohne
Zusatz). Prof. Kroebel berichtet über den Stand der Gerätebeschaffungen:
die verfügbaren Mittel ergäben eine leichte (jedoch notwendige) Reserve;
eine weitere Sitzung sei erforderlich. Das Merkblatt für die Ausleihe von
Geräten wird erläutert; für die Finanzierung notwendiger Nach- und Ersatz-
beschaffungen werden Vorschläge gemacht.
Eine neue Terminliste ergibt: Abnahme 15. 3., technische Erprobungen bis
15.4., Schiffbauversuche bis 15. 5., Kuppenfahrt bis 30. 6., dann Ferien und
Ausrüstung, Indischer Ozean ab 1.10. Kapitän Lemke warnt vor zu kurzer
Erprobungszeit und ferner davor, bei den Expeditionsplanungen einen An-
satz von 12 Knoten als Durchschnittsgeschwindigkeit anzusetzen (Schonung
der Maschine, Windempfindlichkeit).
Noch einmal bemüht sich die Gerätekommission, die endgültigen Kosten zu
ermitteln; es ergibt sich ein Fehlbetrag von etwa 150 000 DM, der jedoch
aus Mitteln des laufenden Haushalts 1964 bestritten werden könnte. Alle
Mitglieder werden aufgefordert, ihre korrigierten Listen baldmöglichst ein-
zureichen.
Herr Johannsen legt auf der 10. Sitzung der Baukommission in Bremerhaven
das Programm für die Taufe und einen „Begehungsplan“ für die anschlie-
ßende Besichtigung vor. Die Fertigstellung sei bis 10.3., die endgültige
Übergabe am 21.3. zu erwarten. Davits und V-Boot müßten später einge-
baut werden. Zahlreiche technische Einzelheiten werden angesprochen
(Hafengenerator, Schlingerdämpfungsanlage, Düsenantriebsversuche,
Zusatzspill). Reisen zur Einweisung des Bordphysikers in den Betrieb der
Zentralen Uhrenanlage sowie des Boomer/Sedimentechograph-Systems
werden empfohlen.