30.11. 60
13.1.61
2.3.61
10.4. 61
12.5.61
16. 5.61
Im Kieler Institut für Meereskunde konstituiert sich die Senatskommission
für Ozeanographie mit 20 Mitgliedern, den Vorsitz übernimmt der Vizeprä-
sident der DFG, der Kieler Anatom Prof. Bargmann. Sie beschließt die
Gründung mehrerer Unterkommissionen, darunter einer solchen für „Ge-
räteentwicklung“ (Vorsitz: Prof. Kroebel), sowie einer weiteren für „techni-
sche Aufgaben für das Forschungsschiff“ (Vorsitz Prof. Weinblum). Dr.
Meyl — als Vertreter der Geschäftsstelle der DFG — teilt mit, daß der
Wissenschaftsrat dem Antrag von DFG und DHI grundsätzlich zugestimmt
habe, ein Vertragsentwurf der beiden Partner läge vor. Die Notwendigkeit
der Beteiligung der „Typungsstelle“ der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung
“als für Bundesschiffe zuständige Dienststelle) an den Planungs- und Kon-
struktionsarbeiten, die bisher vom Hamburger Institut für Schiffbau unter
der Leitung von Prof. Weinblum geleistet wurden, wird erläutert.
Die Unterkommission „Forschungsschiff“ tagt erstmals im Hamburger Insti-
tut für Schiffbau. 2 Entwürfe, erstellt von diesem Institut und von der
Typungsstelle, werden besprochen. Einige Änderungen werden empfohlen.
im übrigen die Entwürfe für gut befunden.
2. Sitzung der Senatskommission (im DHI). Hauptbesprechungspunkte: ein-
gehende Diskussion des Vertragsentwurfs DHI/DFG sowie der Frage. der
Zuständigkeiten von Kapitän und Fahrtleiter. Der neueste Schiffsentwurf
‘vom 8. 3. 61) wird in Details von Prof. Weinblum erläutert. Min. Rat Waas
BMV, Bonn) mahnt, man solle so zukunftssicher bauen, daß das Schiff
auch noch nach 20 Jahren modern sei! Erstmals werden Terminvorstellungen
genannt: Ausschreibung VIIT/61, Angebote bis IX-X/61, Auftrag Ende 61.
Die Typungsstelle legt einen neuen Generalplan vor. Die Maßangaben lau-
ten jetzt: Länge i. d. WL 70,35 m, Länge ü. a. 75,65 m, Breite 13,0 m,
Tiefgang 4,80 m, Verdrängung 2200 tons.
Die Gerätekommission tagt in Kiel (Institut für Angewandte Physik). Es
geht um: a) die Aufteilung der Arbeitsräume unter verschiedenen prakti-
schen Gesichtspunkten — als Ergebnis liefert Dr. Krappinger unter gleichem
Datum einen entsprechenden neuen Laborplan — und b) um die apparative
Ausstattung des Schiffes, wobei bereits erste Wunschlisten der verschiede-
aen Disziplinen vorgelegt und besprochen werden. Ferner werden Pläne für
ein Arbeitsboot und für einen Hubschrauber angeschnitten. ;
Eine Sonderkommission befaßt sich mit den Konsequenzen aus den vorlie-
genden Berichten der beiden ‚Unterkommissionen. Dabei wird deutlich, daß
die endgültige Gestalt des Schiffes wie auch sein Preis von der Festlegung
vieler noch offener Details abhängen. Die derzeitige Schätzung beläuft sich
auf 9,3 Mio DM. Die Wünsche nach einem Tochterboot und einem Hub-
schrauber werden vorläufig zurückgestellt. Bei den Geräten wird vereinbart,
daß zwischen einer „Grund-“ und einer „Sonder-“ Ausstattung unterschie-
den werden sollte.
Inzwischen wird im ersten Halbjahr 1961 eine Sammlung von Expeditionsvorschlägen
der einzelnen Disziplinen zusammengestellt. Prof. Dietrich legt darin bereits eine vorläu-
fige Zeitplanung für die ersten Einsätze vor: Indienststellung XI1/62, Erprobung I—IV63,
„Kuppenfahrt“ (Atlantik) IL-IV/63, Indischer Ozean X/63—111/64.
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