Weder Öl noch Stuart solltet ihr kriegen,
Dafür Wochen vor Freetown auf Reede liegen.
Aber Gnade vor Recht ließ ich ergehn,
Doch frecher als je muß ich euch sehn.
Ihr zieht mir stets und ständig, oh Graus,
Schönste Goldmakrelen aus dem Wasser heraus.
Dafür schmeißt über Bord ihr was euch nicht schmeckt,
Daß Paläste und Gärten, mein ganzes Meervolk verdreckt.
Doch ist’s mir ein Trost, daß ganz viel von dem Schiet
In euren Fängen man wieder sieht!
Denkt nur nicht es wäre Zufall gewesen,
Als Triton, mein Sohn, mit dem Wasserbesen
Fegte geschickt den öligsten Mist ;
Aus der Gegend in eure Neustonkist.
Für die Tethys war es ein herrlicher Spaß,
Als sie sah ganz verschmiert die Frau Dr. Haass,
Die da nächtens zwei Stunden lang schwitzte und fluchte
Und rein zu waschen die Netze versuchte
Von diesem Schlitten, mit dem gierig ihr rafft
Entsetzlich viel Neuston. Mit aller Kraft
Tut ihr uns bestehlen und berauben,
Fünfzehn Netzte, es ist nicht zu glauben,
Fischen gemeinsam, durch die Bank!
Ich glaub’ euch fehl’n ’n paar Tassen im Schrank!
Mich packt drum der Zorn und mich packt die Wut
Und schlecht soll’s euch gehen und gar nicht mehr gut
So dürft ihr die Linie nicht mehr kreuzen und queren
Um eure Wissenschaft werd’ ich mich nicht scheren.
Von mir könnt ihr ganz bestimmt nicht erwarten,
Daß ich euch versorg’ mit Kursen und Karten;
Mit Listen, auf denen die Stationen
Sauber vermerkt sind mit Positionen.
Ihr sollt froh sein, daß Käpt'n Feldmann sich rührt
Und obwohl ihr viel meckert euch die Kursbücher führt.
Ich halt’s nicht mehr aus, ich kann’s nicht mehr sehn,
Gebt her ’n Glas Sekt, ich kann nicht mehr stehn!
Doch hört!: Alle Wale, Mantas und noch größere Rochen
Sind nun nach 22 Grad West aufgebrochen
Um mir zu helfen in meinem Bemühn,
Euch zu bewegen, von dannen zu ziehn,
Ehe mein Meer, so klar und so rein,
Völlig ausgesaugt und leblos wird sein,
Durch eure ekligen, scheußlichen Netze,
Schöpfer, Pinger und Sonden, die im Gehetze
Und ohne Pause und Unterlaß
Gezogen werden durch mein sauberes Naß!
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