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Volltext: 125 Jahre amtliche deutsche Hydrographie 1861 - 1986

Auf der XI. Internationalen Hydrographischen Konferenz 1977 wurde die bishe- 
rige Arbeit der NSICC gebilligt und ein „Charts Specifications Committee“ (CSC) 
gebildet, dem u. a. die Aufgaben übertragen wurden, 
Kartenrichtlinien für Internationale Seekarten auszuarbeiten und auf alle in 
Frage kommenden Navigationskarten anzuwenden 
und 
die verschiedenen bestehenden Standardisierungsrichtlinien zu einem einheit- 
lichen Dokument zusammenzufassen. 
In diesem Komitee wurden Mitglied: Ägypten, Australien, Brasilien, Chile, 
Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, 
Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, die Niederlande, Neuseeland, die 
UdSSR und die USA. So entstanden die „Chart Specifications of the IHO“, die auf 
der XII. Internationalen Hydrographischen Konferenz 1982 in Kraft gesetzt wurden; 
gleichzeitig wurde das CSC in „Chart Standartization Committee“ umbenannt. Nach 
diesen Chart Specifications stellt das DHI in Zusammenarbeit mit dem britischen 
Hydrographic Office (HO) die Internationale Karte 1 (INT 1) „Symbols, abbrevia- 
tions, terms used on charts“ her. Sie ist ein wesentlicher deutscher Beitrag für das 
Internationale Seekartenwerk. 
Mit dem Fortschreiten des internationalen Kartenwerkes, das gegenwärtig insbe- 
sondere für den nordeuropäischen Bereich entsteht, werden nationale Karten — 
soweit es sinnvoll erscheint — durch internationale Karten ersetzt. Vom DHI werden 
14 Karten der deutschen Nordseeküste international bearbeitet; hiervon wurden 
bisher 6 Karten herausgegeben. Parallel dazu werden verbleibende nationale Karten 
auf internationalen Duktus umgestellt. 
Nach dem bewährten Muster der Zusammenarbeit in der Nordsee wurden welt- 
weit Arbeitsgruppen eingesetzt, die sich mit der Planung und Herausgabe von Inter- 
nationalen Seekarten mittleren und großen Maßstabs befassen. Die ersten Karten 
aus dem Bereich des Mittelmeeres sind erschienen und werden demnächst vom DHI 
nachgedruckt. Für den Bereich der Ostsee hat man sich über die Herausgabe von 
Internationalen Seekarten mittlerer Maßstäbe geeinigt. 
Die Übernahme internationaler Seekarten in das deutsche Seekartenwerk bringt 
neben der Kostenersparnis den Vorteil, daß sie 
wie nationale Seekarten behandelt werden (u. a. Aufnahme von Plänen, 
Vermerke in Deutsch, Hinweise auf nationale Seekarten und -bücher); 
nach dem nationalen System ständig fortgeführt werden; 
durch den ständigen Nachdruck im DHI jederzeit und schnell — wie die 
nationalen Karten auch — an die Schiffahrt ausgeliefert werden. 
Wann ein weltweites internationales Seekartenwerk für die Karten mittlerer und 
großer Maßstäbe geschlossen vorliegen wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt 
nicht gesagt werden. Dies hängt weitgehend von dem Willen und der Kapazität der 
Hydrographischen Dienste ab. 
Aufgaben des Referats „Nautische Kartographie“ 
Das Ziel der kartographischen Arbeit ist eine übersichtliche, dem Zweck und 
Maßstab entsprechend gut generalisierte Seekarte, die alle wesentlichen Angaben 
enthält, die für die Sicherheit und Leichtigkeit des Seeverkehrs notwendig sind. Alle 
Elemente müssen deshalb in der Seekarte so dargestellt werden,.daß sie schnell und 
eindeutig zu identifizieren sind. Darüber hinaus ist die kartographische Arbeit auf 
aine möglichst einfache Fortführung — d. h. ständige Laufendhaltung — ausgerichtet. 
Dies dient dem Nautiker, der an Bord seine Karten ständig auf dem laufenden halten 
muß. erleichtert aber auch die Arbeiten im Seekartenwerk.
	        
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