In Togo wurde 1908 die 28 sm lange Küstenstrecke des Schutzgebietes bis zur
100-m-Tiefenlinie innerhalb von 2 Jahren von S. M.S. „Sperber“ ausgelotet.
Gelegentliche Vermessungen im Ausland betrieben von 1873 bis 1910 S.M.
Schiffe in Westindien, Haiti, Puerto Plata, Marokko, Kolumbien, Kerguelen (Indi-
scher Ozean), Bismarck-Archipel und Admiralitätsinseln (Pazifik), China, Japan,
Samoa, Brasilien, Süd-Georgien, Korea, Königin-Carola-Hafen, Anachoreten-In-
seln, Paluale-Bucht, Falealili-Hafen, zwischen dem Golf von Trinidad und Golf von
Penas, Mortlock-Hafen, Pleasant-Inseln, Finsch-Hafen, Friedrich-Wilhelm- bis Prinz
Heinrich-Hafen, Nusa-Hafen, Kamerun-Mündung, Bimbia-Mündung, Marshall-
Gruppe, Ostafrika, Westafrika und Südwestafrika, Südsee, Griechischer Archipel,
Hafen von Apia, Hafen von Saluafata, Reede von Aleipata, Neu-Guinea und Costa-
Rica.
1925 lief das Vermessungsschiff „Meteor“ zur „Deutschen Atlantischen Expedi-
tion“ aus, auf der u.a. 13 Lotprofile zwischen Afrıka und Südamerika mit 67 000
Echolotungen bei einer Gesamtfahrstrecke von 67535 sm (dreifacher Erdumfang)
gelegt wurden. Am 24.2.1926 erreichte das Schiff 63° 51’ Süd, 5° 16’ Ost, den
südlichsten Punkt seiner Reise. Bei Tiefen von 4000 Metern fand „Meteor“ mit dem
Lot am 18. 2. 1926 auf 48° 16’ Süd, 8° 16’ Ost eine Bank mit geringsten Tiefen bis zu
560 m. Sie erhielt den Namen „Meteor-Bank“.
1937 bis 1938 wurde die Nordatlantische Expedition, die die Profilanschlüsse an
die erste große Reise nach Norden fortsetzte, durchgeführt.
1938 fand mit der „Meteor“ die Golfstrom-Expedition statt. Auf dieser Reise
wurde auf 29° 58’ Nord, 28° 38’ West eine Unterwassererhebung gefunden. Sie war
höher und größer als die erste gefundene „Meteor-Bank“ und erhielt deshalb den
Namen „Große-Meteor-Bank“.
Ab 1941 arbeitete das Vermessungsschiff „Ruden“ im „Großen Belt“ und an-
schließend in Norwegen. Es sind die Seegebiete bei Bergen, Drontheim, Mehave,
Omgang, Uthang und Vardö, außerdem Aale-Sund, Frengs-Bucht, Hitra-Stora,
Krodden-Bucht, .Ranheim-Bucht, Prestaskjär, Tjörve-Hafen, Vings-Vagen und die
Fjorde: As-Fjord, Eids-Fjord, Gulosen-Fjord, Hops-Fjord, Kobholm-Fjord u. a. m.
vermessen worden.
Ab 1944 war das Arbeitsgebiet des Vermessungsschiffs „Hooge“ der norwegi-
sche Küstenraum. Es sind Seegebiete und die Häfen Bodö, Dyröy-Sund, Lödingen-
Hafen und Reede- und Nappströmen bis Kriegsende vermessen worden.
1949 führte das Vermessungsschiff „Paul Beneke“ eine Forschungs- und Vermes-
sungsfahrt auf den Fladen-Grund aus. 1950 wurde die Forschungsfahrt mit dem
Vermessungs- und Forschungsschiff „Gauss“ fortgesetzt. Die Fladengrund-Rinne
wurde hierbei systematisch vermessen. ,
Von 1950 bis 1959 führte VFS „Gauss“ in den Gebieten Doggerbank — Fladen-
grund, Norwegische Rinne, Färöer— Island, Nordatlantik, Biskaya und Reykjanes-
Rücken Vermessungen im Zusammenhang mit Forschungsfahrten aus.
Gleiches tat das Forschungsschiff „Meteor“ von 1964 bis 1969 im Indischen
Ozean, Atlantik (Iberische Tiefsee, Reykjanes-Rücken), Grönland, Skagerrak, Mit-
telmeer, Biskaya, Island-Färöer-Rücken, Boulogne, Azoren, Lissabon. Liverpool
und London.
Von 1950 bis 1970 wurden 196797 sm in außerheimischen Gewässern für das
Seekartenwerk abgelaufen.
Im Zusammenhang mit Forschungs- und Untersuchungsfahrten vermaß die „Me-
teor“ von 1969 bis 1984 in den Seegebieten Atlantik, Mittelmeer, Färöer, Westafrika-
nische Küste, Island, Nordmeer, Irische See, Azoren, Karibische See, Reykjanes-
Rücken, am Äquator zwischen Afrika und Südamerika, Antarktis, Kanarische In-
seln, Chaucer Bank und Nordpolarmeer. Dabei wurden 241 372 sm für das Seekarten-
werk ausgelotet.