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Full text: 125 Jahre amtliche deutsche Hydrographie 1861 - 1986

Der Arbeitskreis 4 „Hydrographie“ des Deutschen Vereins für 
Vermessungswesen (DVW) e. V. — Entstehung, Arbeiten 
Dr.-Ing. Wilfried Schleider 
Der Arbeitskreis 4 „Hydrographie“ des Deutschen Vereins für Vermessungswe- 
sen (DVW) e. V. wird geleitet von Vermessungsdirektor Dr.-Ing. Wilfried Schleider 
(seit 1985). Bisherige Obmänner waren Ltd. Regierungsdirektor a. D. Hans Ermel 
(1968 —1978) und Ltd. Vermessungsdirektor Prof. Dr.-Ing. Werner Bettac 
(1979—1984). Der Ursprung des Arbeitskreises führt auf das Jahr 1968 zurück, ein im 
Vergleich zum Bestehen des DVW (seit 1871) relativ kurzer Zeitraum. Im Jahr 1968 
regten der Chef der britischen Hydrographie Rear Admiral G. S. Ritchie — Großbri- 
tannien — und das Internationale Hydrographische Bureau (IHB) — Monaco — auf 
dem XII. Kongreß der Federation Internationale des Geometres (FIG) in London 
die Aufnahme der Kommission X „Hydrographische Vermessungen“ als Kommission 
4 der FIG an. Dies geschah formell 1969. Der DVW als Mitglied der FIG vollzog den 
gleichen Schritt innerhalb des Vereins. 
Hiermit wird sogleich eine Organisation sichtbar, die wohl in dieser Art im 
fachtechnischen Bereich einmalig ist: Durch die Bildung der entsprechenden nationa- 
len Arbeitskreise bietet sich auf gemeinsamer fachlicher Grundlage in 53 Staaten der 
FIG (1983) die Möglichkeit der Sammlung, Auswertung und des Austausches von 
wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen. 
So vertritt der Arbeitskreis 4 die international erarbeiteten Entschließungen der 
FIG-Kommission 4 auf nationaler Ebene. Hierzu gehören z. B. Fragen der verbind- 
lichen Zuweisung eines Frequenzbandes für den nichtnavigatorischen Funkortungs- 
dienst (Seevermessung), Fragen des Standards für Verarbeitung von Tiefenvermes- 
sungen und die Ausbildung zum Hydrographen. 
Der Arbeitskreis hat derzeitig 3 gewählte und 7 korrespondierende Mitglieder. 
Mit der Gründung des Arbeitskreises „Hydrographische Vermessungen“ wurde. ein 
Berufsbild für den Vermessungsingenieur sichtbar gemacht, das langsam aber stetig 
die Anerkennung der Kollegen aus den traditionellen Tätigkeitsfeldern erlangte. 
Während auf dem XII. FIG-Kongress 1968 in London die deutschen Beiträge 
von Ermel (neuzeitliche Verfahren bei der Herstellung von Seekarten) und Ulonska 
(Messung der Schallgeschwindigkeit im Wasser und im Sediment in situ) noch inner- 
halb der Kommission X vorgetragen wurden, initiierte der Arbeitskreis 4 Papiere 
bzw. Referate für die Kommission 4 der folgenden FIG-Kongresse: 
Wiesbaden 1971 
Ahrens: 
Ansorge: 
Methoden der Tiefenvermessung mit Ultraschall-Echoloten 
Ausbildung des Personals für die Seevermessung und die Seekarto- 
graphie des Deutschen Hydrographischen Instituts 
Ein Beispiel automatischer Datenerfassung und -verarbeitung bei 
der hydrographischen Vermessung 
Über den Einsatz hyperbolischer Vermessungssysteme bei Fluß- 
vermessungen 
Helms: 
Lohrbereg: 
Ta
	        
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