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Volltext : Entwicklung eines Analysenverfahrens zur Bestimmung von chlorierten Kohlenwasserstoffen in marinen Sedimenten und Schwebstoffen unter besonderer Berücksichtigung der überkritischen Fluidextraktion (BSH-Berichte, Nr. 10)

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Kapitel  4

4.6.1  Grundlagen  der  Sedimentation  im  Gravitations-  und  Zentrifugalfeld
Auf  einen  in  einer  Flüssigkeit  schwebenden  Partikel  wirken  drei  Kräfte,  die
Gravitationskraft  F G ,  die  Auftriebskraft  F  A und  die  Reibungskraft  F  R  Alle  weiteren
Einflüsse,  wie  z.B.  die  thermische  Energie  des  Partikels  sollen  bei  den  weiteren
Betrachtungen  vernachlässigt  werden.
Betrachtet  man  zunächst  nur  die  ersten  beiden  Kräfte,  so  wirkt  die  Auftriebskraft  der
Gravitationskraft  entgegen  und  bewirkt  gemäß  dem  Archimedischen  Prinzip  einen
scheinbaren  Verlust  an  Masse.  Die  resultierende  Kraft  F eff  ist  definiert  durch:

(4.1)

Die  Gewichtskraft  ist  das  Produkt  aus  der  Masse  m  und  der  Beschleunigung  a,  die
Masse  ist  das  Produkt  aus  der  Dichte  p  und  dem  Volumen  V.  Für  die  effektive  Kraft
folgt  daraus:

^eff  a V p (p p  p FI )

(4.2)

p p  und  p F ,  sind  die  Dichte  des  Partikels  bzw.  der  Flüssigkeit.  Setzt  man  für  das
Partikelvolumen  V p die  Formel  zur  Berechnung  von  Kugelvolumina  (d  =  Durchmesser)
ein,  so  ergibt  sich:

^ eff =a-c/ 3 n(  p P -p FI )
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(4.3)

Es  soll  nur  der  Fall  betrachtet  werden,  bei  dem  die  Dichte  des  Partikels  größer  ist  als
die  der  Flüssigkeit.  Ist  die  kinetische  Energie  des  Partikels  gleich  oder  größer  als  die
potentielle  Energie,  so  schwebt  bzw.  sinkt  das  Partikel  zu  Boden.  Beim  Sinken  des
Partikels  geht  die  anfänglich  beschleunigte  Bewegung  aufgrund  der  auftretenden
Reibungskräfte  rasch  in  eine  gleichförmige  über,  das  Partikel  sinkt  mit  konstanter
Geschwindigkeit  [186].  Die  effektive  Kraft  und  die  Reibungskraft  sind  für  diesen  Fall
gleich  groß  (F eff  =  F R  ).
Unter  den  Annahmen,  daß:
•  das  Partikel  kugelförmig,  glatt  und  starr  ist
•  das  Partikel  von  der  Flüssigkeit  vollständig  benetzt  wird
•  der  Partikelradius  klein
•  die  Volumenkonzentration  der  gesamten  Partikel  gering  (<  0,5  vol%)  ist,
            
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