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Volltext: Jahresbericht 1970-1971

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25./26. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1970/71 
Mit der Hauptuhr des DHI wurden nach diesem sog. „Fernsehverfahren“ ferner 
die Hauptuhren folgender Institute regelmäßig verglichen: Zentralinstitut Physik 
der Erde, Potsdam (seit Mai 1970), Institut für Radiotechnik und Elektronik, Prag 
(seit Juli 1971), Satellitenbeobachtungsstation des Fachbereichs Höhere Geodäsie 
und Astronomie der Technischen Universität Berlin (seit Oktober 1971). 
Das U.S. Naval Observatory ließ wieder mittels einer transportablen Caesium-Atom 
uhr die Signallaufzeiten zwischen den Loran-C-Sendern und einigen Empfangs 
stellen in Europa bestimmen oder nachprüfen. Der Meßtrupp besuchte das DHI am 
12. Oktober 1970, am 1. März 1971 und am 28. September 1971. Wunschgemäß er 
hielt das U.S. Naval Observatory monatlich eine Zusammenstellung der Empfangs 
zeiten des Loran-C-Senders Sylt, bezogen auf die Atomuhr des DHI. 
Regelmäßig wurden etwa 30 in- und ausländische Zeitsignale registriert und auf 
das Zeitsystem UT2 (DHI) bezogen, das auf den PZT-Beobachtungen beruht. Das 
vierteljährlich erscheinende Bulletin „Astronomische Zeit- und Breitenbestimmun 
gen, Empfangszeiten von Zeitsignalen“ wurde an ungefähr 130 Stellen des In- und 
Auslandes versandt. 
Über festgeschaltete Kabel wurden mit dem Fernmeldetechnischen Zentralamt, 
Darmstadt, die Frequenzen der Hauptuhren und bis zum 31. Juli 1971 Sekunden 
impulse mit der Hamburger Sternwarte ausgetauscht. 
c) Zeitkundgebung 
Am 31. März 1970 stellte das DHI die Abgabe von Zeitsignalen über den Langwel 
lensender DCF77 ein und ermöglichte es damit der PTB, für technisch-physikali 
sche Messungen die Trägerfrequenz und synchrone Zeitmeßmarken Im Dauerbe 
trieb auszustrahlen. Das DHI verbreitete im bisherigen Umfang Zeitsignale auf See 
funkfrequenzen im Kurz- und Grenzwellenbereich über die Sender Elmshorn, Kiel 
und Norddeich-Osterloog. Kurzzeitzeichen wurden über die Sender des Deutsch 
landfunks und vom 1. Juli 1971 an auch im 1. Hörfunkprogramm des Norddeut 
schen und des Westdeutschen Rundfunks ausgestrahlt. 
Wie in den Vorjahren synchronisierte das DHI die Hauptuhr der Bundesbahndirek 
tion Hamburg-Altona, von der sämtliche Bundesbahnuhren sowie die Uhrenanlagen 
des Zweiten Deutschen Fernsehens und des Hessischen Rundfunks abhängen. 
Ebenso wurden gesteuert die zentrale Uhrenanlage der Hamburger Hochbahn AG, 
des Norddeutschen Rundfunks, Fernsehstudio Lokstedt und die Hauptuhr eines 
Hamburger Herstellers von Schiffs-Chronometern, vom 1. November 1971 an auch 
eine Quarzuhr der Freien und Hansestadt Hamburg, Baubehörde, welche die Zeit 
ansage im Telefonnetz der Hamburger Behörden steuert. 
d) Zeitmesserprüfdienst 
Während der Jahre 1970 und 1971 wurden sechs Schiffs-Chronometer und eine 
Präzisionstaschenuhr des DHI, 596 mechanische und 300 elektronische Schiffs- 
Chronometer, eine Schiffsuhr sowie 37 Armband-Chronometer privater Auftragge 
ber geprüft und gegebenenfalls mit amtlichen Prüfscheinen versehen. Zwei Typen 
elektronischer Schiffs-Chronometer Schweizer Hersteller wurden der Baumuster 
prüfung unterzogen und als Schiffs-Chronometer im Sinne der Unfallverhütungs 
vorschriften für Kauffahrteischiffe bzw. Fischereifahrzeuge zugelassen.
	        
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