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Volltext : Entwicklung eines Analysenverfahrens zur Bestimmung von chlorierten Kohlenwasserstoffen in marinen Sedimenten und Schwebstoffen unter besonderer Berücksichtigung der überkritischen Fluidextraktion (BSH-Berichte, Nr. 10)

Vergleich  von  Trocknungsmethoden

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Eine  Beeinflussung  der  Soxhlet-Extraktion  durch  den  Wassergehalt  konnte  aufgrund
der  Ergebnisse  ausgeschlossen  werden,  wenn  das  Wasser  mit  der  mindestens  1,7-fachen
  Menge  trockenem  Natriumsulfat  gebunden  wird.  Um  Inhomogenitäten  der
Mischung  zu  vermeiden,  sollte  ungefähr  die  zweifache  Menge  Natriumsulfat  (bezogen
auf  den  Wasseranteil)  eingesetzt  werden.
Die  sehr  hohe  Wiederfindung  für  das  p,p'-DDT  ist  wahrscheinlich  auf  einen
Bestimmungsfehler  bei  der  Einfachbestimmung  zurückzuführen,  denn  die  Übereinstimmung ­
  zwischen  den  anderen  Gemischen  war  sehr  gut.  Das  PCB  105  wurde  mit
Konzentrationen  von  ca.  4  pg/pl  in  der  Meßlösung  bestimmt,  d.h.  außerhalb  des
Kalibrierbereiches  der  chromatographischen  Methode

9.4.2  SFE  von  Natriumsulfat/Schwebstoff-Gemischen
Bei  der  SFE  ist  die  Verwendung  von  Trocknungsmitteirr  zum  Binden  des  Wassers  in
feuchten  Proben  (vergl.  Kap.  9.2)  zur  Ermittlung  geringster  Konzentrationen  von
Spurenstoffen  in  marinen  Feststoffproben  nur  eingeschränkt  möglich.  Die  Menge  des
zu  extrahierenden  Feststoffes  wird  durch  das  Volumen  der  gebräuchlichen
Extraktionszellen  (max.  von  8  oder  10  ml)  stärker  limitiert  als  bei  der  Soxhlet-Extraktion.
Größere  Zellen  sind  zwar  verfügbar,  aber  problematisch,  denn  das  Verhältnis  von
Länge  zu  Durchmesser  der  Extraktionszelle  kann  die  Extraktionseffizienz  deutlich
beeinflussen  (siehe  Kap.  6.5  ).  Bei  höher  belasteten  Proben  ist  eine  geringere  Menge
Probe  ausreichend,  so  daß  die  Anwendung  von  Trocknungsmitteln  auch  für  die  SFE
möglich  ist.  Bei  dem  Versuch,  acht  Gramm  des  Gemisches  von  Schwebstoff  mit  dem
höchsten  Anteil  an  Natriumsulfat  zu  extrahieren,  verstopfte  der  Restriktor  nach  wenigen
Minuten  irreversibel;  auch  durch  Spülen  mit  reinem  Methanol  konnte  die  Verstopfung
nicht  behoben  werden.  In  der  Lösungsmittelvorlage  der  Trap  waren  geringe  Mengen
eines  weißen  Niederschlages  ausgefallen.  Bei  der  Demontage  des  Restriktors  waren
Partikel  eines  weißen  Feststoffes  zu  erkennen,  die  sich  gut  in  verdünnter  Salzsäure
lösten.  Der  Feststoff  hatte  sämtliche  Leitungen,  das  Venti.l  und  den  Partikelfilter  hinter
der  Extraktionszelle  verstopft.  Ein  zweiter  Versuch  der  Extraktion  verlief  ähnlich.  Bei
dem  weißen  Feststoff  handelte  es  sich  wahrscheinlich  um  Natriumsulfat.  Dieses  löst
sich  gut  in  Wasser;  bei  20  °C  lösen  sich  16,1  g  in  100  g  Wasser,  bei  der
Extraktionstemperatur  von  80  °C  sind  es  ca.  30  g.  Das  Natriumsulfat  bindet  das
Wasser  durch  die  Bildung  eines  Dekahydrates,  das  oberhalb  von  32  °C  in  seinem
eigenen  Kristallwasser  schmilzt.
            
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