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Full text: Anforderungen an ein wissenschaftliches Konzept für den deutschen Beitrag (BSH-Berichte, Nr. 9)

GOOS-Workshop: Kurzfassungen der Vorträge 
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Voraussetzungen für schnelle Reisen 
Damit nun solche "schnellen" Reisen aber auch gelingen, ist eine Reihe von Voraussetzungen 
notwendig. Hierzu gehören: 
die nautischen Voraussetzungen 
die (schiffs-) technischen Voraussetzungen und 
die Kenntnis der hydrometeorologischen Voraussetzungen. 
Erstgenannte Voraussetzungen sind auf modernen, gut geführten Schiffen als vorhanden 
anzusehen. Moderne Navigationssysteme sind heute in der Lage, ein Schiff auf fest vor 
gegebenem Kurs oder Kursen bei minimaler Eingriffsnotwendigkeit des wachhabenden 
Nautikers sowohl über lange Seestrecken wie auch im Küstenbereich und selbst auf Revieren 
automatisch zu führen. Mit gewissen Unsicherheiten dagegen ist die stetige Gewährleistung 
von ausreichenden Vorabinformationen über die während einer Reise anzutreffenden hydro 
meteorologischen Bedingungen behaftet, einschließlich der aus diesen Informationen ab 
zuleitenden Maßnahmen für die Reiseroute eines Schiffes. Diese jedoch bestimmen in Wech 
selwirkung mit den charakteristischen Kenndaten eines Schiffes wie 
Form des Unterwasserschiffes und den davon abhängigen Widerstands- und 
Bewegungseigenschaften 
Antriebsanlage und Propeller sowie den Operationsparamtem der Schiffsführung 
Wahl des Schiffskurses 
Drehzahl der Antriebsanlage 
die Bewegungen und Belastungen des Schiffes im Seegang und damit über die Einhaltung 
des Fahrplanes. 
Notwendigkeit von (Routen-) Beratungen 
Die Vermeidung von "schlechtem Wetter" ist die effektivste Maßnahme, um sowohl Reise 
verzögerungen durch freiwillige oder unfreiwillige Geschwindigkeitsreduzierungen als auch 
Beschädigungen an Schiff und Ladung zu minimieren. Das Wetter als Sammelbegriff wirkt 
sich also nachhaltig auf Reisedauer, Brennstoffverbrauch und die Sicherheit von Besatzung, 
Schiff und Ladung aus. Aus diesen Gründen werden heute von einschlägigen kommerziellen 
Anbietern (z.B. "Ocean Route") wie auch staatlichen Diensten routinemäßig oder auf Anfor 
derung Routenberatungen angeboten und durchgeführt. So erstellt das Seewetteramt seit 1959 
meteorologische Schiffsroutenberatungen. Eine gesetzliche Vorschrift für die Schiffahrt, eine 
solche Routenberatung auch in Anspruch zu nehmen, besteht dagegen nicht. Gleichwohl 
gründet sich das Vorhalten dieser Dienste auf die von der IMO erarbeitete Resolution 
A.528(13) vom 17. November 1983. 
Anforderungen an eine Routenberatung aus der Sicht von Schiffahrtsuntemehmen 
Die Nutzung von Routenberatungen vor und während einer Ozeanquerung ist unbestreitbar 
eine Maßnahme zur Erhöhung der Schiffssicherheit. Es ist aber auch kein Geheimnis, daß mit 
der Inanspruchnahme einer Routenberatung - neben dem damit zu erzielenden Sicherheits 
gewinn -, deren Nutzung sich gleichzeitig in verbesserten ökonomischen Betriebskenngrößen
	        
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