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Full text: Jahresbericht 1995

Meereskunde 
Die vom Bundesverkehrsministerium gefor 
derten und im Frühjahr 1994 begonnenen ma 
gnetischen und hydroakustischen Kartierungs 
arbeiten wurden fortgesetzt. In den 1995 mit 
VWFS Deneb untersuchten Arealen (siehe 
Abb. 11) wurden ca. 400 markante magnetische 
Anomalien registriert und über 1200 Sonarkon 
takte beobachtet, deren vollständige Auswer 
tung noch nicht abgeschlossen ist. 
Ausbau der Ostansteuerung zum Hafen 
Stralsund - Geophysikalische Kartierung 
von Baggerhindernissen 
Die Zufahrt zum Flafen Stralsund soll zwi 
schen dem Greifswalder Bodden und der Ziegel 
graben-Brücke von derzeit durchschnittlich 6 m 
Tiefe und 70 m Sohlbreite auf 6,9 m Tiefe und 
80 m Fahrrinnenbreite ausgebaut werden. Vor 
Beginn des Vorhabens wurde es für erforderlich 
gehalten, die 27 km lange Ausbaustrecke mit 
magnetischen und hydroakustischen Verfahren 
nach potentiellen Ausbauhindernissen (Wrack 
reste, Schrotteile, Munitionskörper, etc.) abzusu 
chen. Das WSA Stralsund hat das BSH Mitte 
1995 kurzfristig um Amtshilfe bei den geophysi 
kalischen Untersuchungen gebeten. 
Die geplante Ausbaustrecke wurde mit 
VWFS Deneb unter Einsatz eines Protonen-Prä- 
zisions-Magnetometers und eines Side-Scan- 
Sonars systematisch und engmaschig vermes 
sen. Da für die geophysikalische Aufnahme eine 
hochgenaue Positionsbestimmung von entschei 
dender Bedeutung war, erfolgte die Navigation 
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nach DGPS (Differential Global Positioning Sy 
stem) mit einer UKW-Referenzstation der BSH- 
Vermessungseinheit Mercator/Bessel. Für die 
Aufzeichnung und Aufbereitung der magneti 
schen Meßdaten unter Echtzeitbedingungen so 
wie die graphische Darstellung der Ergebnisse 
wurde das im BSH entwickelte Software-Paket 
WOGE (Wrack- und Objektsuche mit Geophysi 
kalischen Erkundungsverfahren) eingesetzt. Be 
währt hat sich bei den Untersuchungen auch die 
neue Side-Scan-Sonar-Software, die neben ei 
ner digitalen Registrierung der Sonardaten auch 
die Möglichkeit enthält, die Aufzeichnungen im 
On-line-Betrieb insbesondere im Hinblick auf 
eine Ausmessung von Zielobjekten zu bearbei 
ten. 
In dem untersuchten Fahrwasserabschnitt 
konnten etwa 150 Verdachtsflächen abgegrenzt 
werden, in denen aufgrund von magnetischen 
Indikationen und/oder Sonarkontakten damit ge 
rechnet werden muß, daß Baggerhindernisse 
angetroffen werden, die zum Teil auch eingesan- 
det liegen können. Dem Ergebnisbericht an das 
WSA Stralsund wurde ein 100 Blatt umfassender 
Kartenanhang beigefügt, in dem die Ergebnisse 
im Maßstab 1:2000 kartiert sind. 
Strömungsmessungen in der westlichen 
Ostsee (OPUS) 
Der Fehmarnbelt spielt für den Wasseraus 
tausch zwischen Nord- und Ostsee eine zentrale 
Rolle. Durch den Belt vollzieht sich der größte 
Teil des Wasserumsatzes. Der andere Zugang 
zur Ostsee ist der Öresund zwischen Seeland
	        
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