Meereskunde
Auf der operationellen Station DARSSER
SCHWELLE wurden weitere Temperatursenso
ren sowie Strömungs- und Sauerstoffsensoren
nachgerüstet, so daß die Ausstattung nun kom
plett ist.
Die operationellen Stationen des BSH
in der Nordsee, ELBE, DEUTSCHE BUCHT,
TW EMS, NSB II, sowie in der westlichen Ost
see LT KIEL, GROSSTONNE FEHMARNBELT
(Abb. 7) wurden routinemäßig weiterbetrieben.
Durch die Verengung der Toleranzen für die
Schwankung der Sendefrequenz der Satelliten
sender in den „Data Collection Platforms“ durch
die EUMETSAT entstanden Betriebsprobleme
mit älteren Geräten, die durch Stabilisierungs
schaltungen aufgefangen werden mußten.
Beim Einsatz der Sauerstoffsensoren konn
ten Fortschritte erzielt werden. Durch ca. ein
wöchigen Vortest unmittelbar vor Auslegung
konnte die Ausfallrate gesenkt werden. Durch
0- und 100%-Kalibrierung unmittelbar vor der
Ausbringung, konsequente Naßaufbewahrung
der Zellen, sowie ständiges Anlegen der Polari
sationsspannung mit Hilfe einer integrierten Bat
terie konnte die Kalibrierstabilität deutlich ver
bessert werden. Eine weitere Verbesserung wird
durch Anwendung von Sensoren mit Druckaus
gleichsmembran erwartet, die zunächst einem
1995 noch nicht abgeschlossenen Labortest un
terzogen wurden.
Nach wie vor nicht voll zufriedenstellend ist
die Funktionssicherheit der Echolot-Systeme für
die Messungen auf den unbemannten Feuer
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schiffen wegen des Bewuchses der Schwinger.
Auf Empfehlung des Herstellers soll die Wirk
samkeit einer Antifouling-Beschichtung erprobt
werden. Nach Verlagerung des Ausbringungs
punktes der Meßkette vom Heckgalgen zum
Zentralschacht ist eine weitere Störmöglichkeit
der Pegeldaten durch Schallreflexionen an dem
unteren Sensorträger der Meßkette bei gewis
sen wetterbedingten Konstellationen aufgetre
ten. Verschiedene Maßnahmen müssen auf ihre
Wirksamkeit getestet werden.
Ein wichtiger Schritt war die Beschaffung
neuartiger Hard- und Software für das bordsei
tige Datenmanagement auf den operationellen
Meßnetzstationen. Dieses neue Datenmanage
ment wird u.a. die automatische Umrechnung
der Rohdaten in physikalische Meßgrößen und
Korrekturen anhand eingespeicherter Kalibrier
werte ermöglichen, so daß für die On-Iine-An-
wendung ausreichend qualifizierte Datensätze
übertragen werden können. An Land sind dann
nur noch Endkorrekturen der Daten unter Heran
ziehung von In-situ-Vergleichsmessungen vor
der endgültigen Veröffentlichung und Archivie
rung erforderlich.
Bei Fahrten zur Wartung der operationeilen
Meßnetzstationen leistete das BSH die im Pro
jekt MERMAID vereinbarte Unterstützung des
GKSS-Forschungszentrums Geesthacht bei Be
trieb und Wartung der unter MAPONET zusam
mengefaßten Versuchsstationen für die Erpro
bung der MERMAID-Systeme, nämlih der
GKSS-Boje META I, der Plattform GROSSER
VOGELSAND und des UFS ELBE. Vom positi-