mehreren Stufen optimiert, so daß heute extrem
geringe Spurenkonzentrationen sicher erfaßt
werden können.
Quecksilber liegt in der Meeresumwelt weit
gehend an Schwebstoffpartikel oder kolloidal ge
bunden vor; außerdem tritt es zweiwertig in gelö
ster Form (anorganisch reaktives Hg), elemen
tar/metallisch/gasförmig oder auch in den queck
silberorganischen Verbindungen Monomethyl-
und Dimethylquecksilber auf. Elementares
Quecksilber und Dimethylquecksilber können
durch chemische und biochemische Transforma
tionen aus anorganischen Hg(ll)-Salzen gebildet
werden und über den Wasserkörper in die At
mosphäre gelangen.
Wie die Untersuchungen gezeigt haben,
werden mit der GC/CVAAS-Methode reprodu
zierbare Ergebnisse erzielt. In den Meerwasser
proben aus der Deutschen Bucht wurden Hg°-
Konzentrationen von 16,7 bis 86,9 pg/l gemes
sen. Dimethylquecksilber konnte nicht gefunden
werden, da der Gehalt in den Meerwasserpro
ben unterhalb der Nachweisgrenze lag. Die
Nachweisgrenze des GC/CVAAS-Systems liegt
für Hg° bei 0,7 pg/l und für DMHg bei 0,6 pg/l.
Zur Bestimmung des Arsengehaltes im
Meerwasser der Ostsee wurde im Vorhaben
„Speziierung von Arsen im Meerwasser“ die im
BSH eingesetzte Methode der Probenvorberei
tung für die Bestimmung der Schwermetalle Va
nadium, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer,
Zink und Uran im Meerwasser mit der TRFA so
modifiziert, daß neben den genannten Elemen
ten auch der Gehalt der anorganischen Arsen-
Spezies im Meerwasser ermittelt werden kann.
Überwachung
Im Meerwasser treten hauptsächlich vier
Arsen-Verbindungen auf: Arsenat, Arsenit, Mo-
nomethylarsonsäure und Dimethylarsinsäure,
wobei die anorganischen Spezies allgemein mit
etwa 80% überwiegen. Es wurde gezeigt, daß
Arsenit bei Anwendung der Probenvorberei
tungsmethode vollständig erfaßt wird, Arsenat
dagegen überhaupt nicht. Daher mußte die Me
thode um einen Reduktionsschritt erweitert wer
den. Von den untersuchten Reduktionsmitteln
hat sich Natriumthiosulfat als geeignet erwie
sen. Damit wurde eine Probenvorbereitung ent
wickelt, nach der anorganische Arsenverbindun
gen im Meerwasser quantitativ analysiert
werden können. Dies wurde an zertifizierten Re
ferenzmaterialien sowie an mit Arsenat-Stan-
dard versetzten Proben gezeigt.
Überwachung auf Schwermetalle: Sedimente
Die Überwachung der Sedimente der Deut
schen Bucht und der westlichen Ostsee auf ihren
Gehalt an Schwermetallen wurde fortgesetzt.
Ziel des Überwachungsprogramms ist festzu
stellen, wie stark die Sedimente mit Schwerme
tallen kontaminiert sind, wie sich die Kontamina
tion regional unterscheidet und wie sie sich im
Laufe der Zeit ändert.
Die Sedimente werden regelmäßig auf
ihren Gehalt an Quecksilber, Cadmium, Blei,
Kupfer, Zink, Chrom, Nickel, Vanadium, Arsen
und Silber untersucht. Bei der Bestimmung von
Eisen, Mangan, Aluminium, Lithium, Titan, orga
nischem Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und
33