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Full text: Jahresbericht 1995

mehreren Stufen optimiert, so daß heute extrem 
geringe Spurenkonzentrationen sicher erfaßt 
werden können. 
Quecksilber liegt in der Meeresumwelt weit 
gehend an Schwebstoffpartikel oder kolloidal ge 
bunden vor; außerdem tritt es zweiwertig in gelö 
ster Form (anorganisch reaktives Hg), elemen 
tar/metallisch/gasförmig oder auch in den queck 
silberorganischen Verbindungen Monomethyl- 
und Dimethylquecksilber auf. Elementares 
Quecksilber und Dimethylquecksilber können 
durch chemische und biochemische Transforma 
tionen aus anorganischen Hg(ll)-Salzen gebildet 
werden und über den Wasserkörper in die At 
mosphäre gelangen. 
Wie die Untersuchungen gezeigt haben, 
werden mit der GC/CVAAS-Methode reprodu 
zierbare Ergebnisse erzielt. In den Meerwasser 
proben aus der Deutschen Bucht wurden Hg°- 
Konzentrationen von 16,7 bis 86,9 pg/l gemes 
sen. Dimethylquecksilber konnte nicht gefunden 
werden, da der Gehalt in den Meerwasserpro 
ben unterhalb der Nachweisgrenze lag. Die 
Nachweisgrenze des GC/CVAAS-Systems liegt 
für Hg° bei 0,7 pg/l und für DMHg bei 0,6 pg/l. 
Zur Bestimmung des Arsengehaltes im 
Meerwasser der Ostsee wurde im Vorhaben 
„Speziierung von Arsen im Meerwasser“ die im 
BSH eingesetzte Methode der Probenvorberei 
tung für die Bestimmung der Schwermetalle Va 
nadium, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, 
Zink und Uran im Meerwasser mit der TRFA so 
modifiziert, daß neben den genannten Elemen 
ten auch der Gehalt der anorganischen Arsen- 
Spezies im Meerwasser ermittelt werden kann. 
Überwachung 
Im Meerwasser treten hauptsächlich vier 
Arsen-Verbindungen auf: Arsenat, Arsenit, Mo- 
nomethylarsonsäure und Dimethylarsinsäure, 
wobei die anorganischen Spezies allgemein mit 
etwa 80% überwiegen. Es wurde gezeigt, daß 
Arsenit bei Anwendung der Probenvorberei 
tungsmethode vollständig erfaßt wird, Arsenat 
dagegen überhaupt nicht. Daher mußte die Me 
thode um einen Reduktionsschritt erweitert wer 
den. Von den untersuchten Reduktionsmitteln 
hat sich Natriumthiosulfat als geeignet erwie 
sen. Damit wurde eine Probenvorbereitung ent 
wickelt, nach der anorganische Arsenverbindun 
gen im Meerwasser quantitativ analysiert 
werden können. Dies wurde an zertifizierten Re 
ferenzmaterialien sowie an mit Arsenat-Stan- 
dard versetzten Proben gezeigt. 
Überwachung auf Schwermetalle: Sedimente 
Die Überwachung der Sedimente der Deut 
schen Bucht und der westlichen Ostsee auf ihren 
Gehalt an Schwermetallen wurde fortgesetzt. 
Ziel des Überwachungsprogramms ist festzu 
stellen, wie stark die Sedimente mit Schwerme 
tallen kontaminiert sind, wie sich die Kontamina 
tion regional unterscheidet und wie sie sich im 
Laufe der Zeit ändert. 
Die Sedimente werden regelmäßig auf 
ihren Gehalt an Quecksilber, Cadmium, Blei, 
Kupfer, Zink, Chrom, Nickel, Vanadium, Arsen 
und Silber untersucht. Bei der Bestimmung von 
Eisen, Mangan, Aluminium, Lithium, Titan, orga 
nischem Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und 
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