accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1995

Schiffahrt 
verwendeten Definitionen erläutert und im Fol 
genden die Prüfungsabläufe beschrieben wer 
den: 
In einem Integrierten Navigationssystem 
werden die Daten von jeweils mehr als ei 
nem primären Sensor in einem Prozeß zu 
einer einzelnen, optimierten Information 
gewichtet zusammengefaßt. Als primäre 
Sensorinformationen können jeweils 
mehrfach Positions-, Geschwindigkeits 
und Kursdaten zugeführt werden. Die opti 
mierten Daten zur Position und zum Be 
wegungszustand des Schiffes werden für 
die weitere navigatorische Verwendung 
auf Anzeigen und auf Schnittstellen zur 
Verfügung gestellt. Der grundsätzliche Lö 
sungsansatz geht davon aus, daß die 
Primärsensorik auf verschiedenen, von 
einander unabhängigen physikalischen 
Meßprinzipien aufbaut. Auf dieser Basis 
kann für die optimierten Daten eine 
höhere Zuverlässigkeit erwartet werden 
als diejenige, die von den einzelnen Sen 
sordaten in den Prozeß eingebracht wird. 
Das automatische Bahnführungssystem 
soll das Schiff in den Grenzen seiner 
Manövrierfähigkeit und der Genauigkeit 
der Positions-, Geschwindigkeits-, Kurs 
und Drehrateninformationen auf einer vor 
geplanten, grundbezogenen Bahn führen. 
Der zugrundeliegende Regelungsprozeß 
wird von einer kontinuierlich verfügbaren, 
grundbezogenen Position geführt. Ein Si 
cherheitskonzept sieht sowohl eine zweite 
132 
unabhängige Position für die kontinuier 
liche Plausibilitätsprüfung als auch eine 
ständige Soll/Ist-Uberwachung für den 
Kurs und für beide Positionen vor. Das 
funktionale Grundprinzip legt fest, daß der 
Wachoffizier aktiv in die Alarmbehandlung 
und in die Bedienungsabläufe zur Einlei 
tung von Kursänderungsmanövern einbe 
zogen werden muß. Der Regelungspro 
zeß soll mit einem minimalen Aufwand an 
Ruderbefehlen verläßlich und stabil arbei 
ten. 
Durch Verknüpfung von Komponenten aus 
verschiedenen Bestandteilgruppen bilden Sy 
stemanbieter die oben beschriebenen funktiona 
len Anforderungen an integrierte Navigations 
systeme und an Bahnführungssysteme auf fol 
gende Weise nach: 
a) Vom Systemanbieter entwickelte, eigene 
Kernkomponenten der Hard- und der Soft 
ware wie Hauptprozeßrechner, Anzeige- 
und Bedienoberflächen und Navigations 
datenmanagement (teilweise auch nach 
träglich in bereits bestehende Schiffs 
selbststeuer- oder Radar/ARPA-Anlagen 
funktional integriert). 
b) Vom Systemanbieter zusätzlich funktional 
integrierte, eigene Zusatzkomponenten 
(Routenplanungscomputer, Routengra 
phikanzeigen, Seekartendigitalisierein 
richtungen, automatische Seekartenplot 
tische).
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.