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Full text: Untersuchungen zum Einsatz der Laserbathymetrie in der Seevermessung

6 Ausschreibungs-Parameter einer Laserbathymetrie-Befliegung 
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6 Ausschreibungs-Parameter einer Laserbathymetrie-Befliegung 
Im Laufe des Projektes konnten einige Erfahrungen bezüglich einer Ausschreibung für eine 
Laserbathymetrie-Befliegung gesammelt werden. Sie sind im Abschnitt 6.1 zusammengestellt. 
Anschließend wird in Abschnitt 6.2 aufgelistet, wie der hydrographische Dienst in Frankreich, welcher 
bereits viel Expertise in Bezug auf Laserbathymetrie und deren Ausschreibungen hat, vorgeht. 
Prinzipiell lässt sich bereits sagen, dass der Preis bei einer zunehmenden Anzahl von Forderungen an 
den Auftragnehmer in der Ausschreibung steigt. Unter Umständen sind die Anforderungen auch zu 
groß, so dass sich aus dem derzeit noch relativ kleinen möglichen Kandidatenkreis an möglichen 
Firmen kein Bewerber finden kann, der sich in der Lage sieht, alles entsprechend umzusetzen. 
6.1 Allgemeine Bemerkungen 
6.1.1 Wesentliche Punkte, die vom Auftraggeber gefordert werden sollten 
In einer Ausschreibung sollte zunächst das zu vermessende Gebiet definiert werden. Auf Grundlage 
der unterschiedlichen Ergebnisse in diesem Projekt hat sich gezeigt, dass als seeseitige Begrenzung 
des Ausschreibungsgebietes das Verhältnis von tatsächlichen Wassertiefen zu den mittleren Secchi- 
Tiefen eine hilfreiche Einheit darstellt. Abhängig vom Sensor sollte nach dem aktuellen Stand der 
Technik somit entweder bis zur 1,3-fachen Secchi-Tiefe bei der Verwendung von hochauflösenden 
Flachwassersensoren oder bis zur doppelten Secchi-Tiefe für leistungsstarke Tiefwassersysteme 
ausgeschrieben werden. In diesen Gebieten sollte eine luftgestützte Vermessung des Meeresbodens 
zu nutzbringenden Ergebnissen führen. Für die landseitige Begrenzung des Gebietes ist eine 
Ausdehnung von mindestens 100 m von der Küstenlinie landeinwärts zu empfehlen, um eine 
lückenlose Aufnahme der selbigen zu gewährleisten. Der Auftragnehmer sollte dann die Null-Meter- 
Linie aus den Daten ableiten und als Punktfolge dem Auftraggeber bereitstellen. Falls eine Befliegung 
in Kooperation mit dem Küstenschutz durchgeführt wird, kann der landseitige Bereich ggf. vergrößert 
werden. 
Die wesentlichen und über den Sensor entscheidenden Punkte in einer Ausschreibung sind die 
Anforderungen an das Messsystem. Hierbei hat sich gezeigt, dass eine tiefenabhängige Staffelung 
der Genauigkeitserwartungen sinnvoll ist. So wurde bis zu einer Wassertiefe von 5 m die IHO S44 
Order la gefordert, was indirekt einen hochauflösenden Flachwassersensor erforderlich macht. 
Darüber hinaus sind bis zur doppelten Secchi-Tiefe, mindestens aber bis zu einer Wassertiefe von 
10 m, die Anforderungen der IHO S44 Order lb zu erfüllen. Zur zuverlässigen Erfüllung dieser 
Forderung sollte ein starker (Tiefwasser-)Sensor eingesetzt werden. Inzwischen gibt es auch Sensoren 
wie den HawkEye III, die beide Geräte in einem Gehäuse vereinen, so dass eine gegebenenfalls 
doppelte Befliegung mit je einem System unnötig wird und die damit verbundenen Zusatzkosten 
eingespart werden können. In jedem Fall ist ein solches in einem Gehäuse kombiniertes System 
aufgrund der Größe und des Gewichts bei der Befliegung etwas teurer als ein „einfacher" Scanner. Im 
Bewerbungsverfahren waren die einzusetzenden Sensoren vom potentiellen Auftragnehmer 
hinsichtlich der Funktionalität zu beschreiben und die Genauigkeit durch öffentliche Publikationen zu 
belegen. Desweiteren sollte der Auftragnehmer die Augensicherheit für die gegebene
	        
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