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Volltext : 71: Seegangsmessungen in der Deutschen Bucht im Jahre 1990

ZEITREIHEN  (SIGNIFICANT  WAVE  HEIGHT,  ENERGY-MAXIMUM  ...)

Zeitreihendarstellungen  werden  -mit  wenigen  Ausnahmen-  jeweils
für  die  Monate,  in  denen  Messungen  stattfanden,  angegeben.  Von
der  Wave-Rider-Boje  der  Station  Hörnum  und  Helgoland  wird  die
signifikante  Wellenhöhe  mit  der  "signifikanten  Dünung",  das  sind
die  langen  Wellen  unter  0.1  Hz  und  die  Frequenz  des  Energiemaximums ­
  (Peakfrequenz),  von  der  Wavec-Boje  der  Station  Forschungsplattform ­
  und  ODAS  die  signifikante  Wellenhöhe  und  Dünung,  die
Frequenz  und  die  Richtung  des  Energiemaximums  dargestellt.

DEFINITIONEM

SIGNIFICANT  WAVE  HEIGHT
Die  signifikante  Wellenhöhe  Hs  wird  häufig  als  mittlere  Wellenhöhe ­
  bezeichnet  und  entspricht  dem  Mittelwert  des  Drittels  der
höchsten  Wellen  (Hi, 3 )  .  Bai  der  Datenauswertung  wird  die  signifikante ­
  Wellenhöhe  nach  der  Gleichung
H 3  =  4  <j  J  E  (f)  df
berechnet.  E(f)  df  ist  die  Energie  pro  Frequenzband.  Integriert ­
  wird  der  Frequenzbereich  von  0.055  bis  1  Hertz  für  die
Wave-Rider-Bo  je  und  0.035  bis  0.64  Hz  für  die  Wavec-Boje  über
128  bzw.  127  Frequenzbänder  der  Breite  df.  Die  signifikante  Wellenhöhe ­
  kann  als  "der"  Vergleichswert  zu  den  Schiffsbeobachtungen ­
  betrachtet  werden.  Der  Wert  der  signifikanten  Wellenhöhe  mit
dem  Faktor  1,6  multipliziert,  ergibt  die  statistisch  höchste
Welle  im  Zeitraum  einer  halben  Stunde  für  eine  Periode  von  10
Sekunden.

ZERO  CROSSING  PERIOD
Zur  besseren  Vergleichbarkeit  mit  anderen  Veröffentlichungen
wird  in  diesem  Datenband  die  Nulldurchgangsperiode  (zero  Crossing ­
  period)  Tz  für  periodenbezogene  Darstellungen  benutzt.
Peakperiode,  mittlere  Periode  und  Nulldurchgangsperiode  weichen
voneinander  ab.  Die  Nulldurchgangsperiode  berücksichtigt  sowohl
die  langen  als  auch  die  kurzen  Wellen  und  ist  geringfügig  kürzer
als  die  mittlere  Periode.  Die  Peakperiode  ist  deutlich  länger,
da  sie  bei  relativ  starker  Dünung  die  Windsee  vernachlässigt.
Peakperiode  Tp  =  1/Peakfrequenz
mittlere  Periode  Tm  =  m 0 /  m,
Nulldurchgangsperiode  Tz  =  Vm 0 /  m 2
n-tes  Moment  m„  =  Jf"  E(f)  df
            
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