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In Versuch 7 und 8 (s. 5.3.7) wurden mit natürlichem frischem Meerwasser
aus der Nordsee folgende Untersuchungen gemacht:
Es wurde zunächst bei seinem natürlichen pH-Wert von 6,76 gelagert. Dieses
Meerwasser wurde in Versuch 7 der routinemäßigen Methode nach A.
Prange unterworfen (s. 4.3.4). In einer Zehnfachbestimmung wurde ein
Arsengehalt von (202 ± 13) ng^L ermittelt. Die Ergebnisse zeigt Tabelle 15.
Dasselbe Meerwasser wurde dann auf den pH-Wert 1,87 angesäuert, denn in
einem pH-Bereich von ca. 1.80 bis 2,2 werden beim BSH normalerweise die
Proben zur Schwermetallbestimmung aufbewahrt. Dieses Meerwasser wurde
wie NASS und CASS nach der entwickelten, um den Reduktionsschritt
erweiterten, Methode aus Versuch 5 behandelt. Hier wurde in einer
Zehnfachbestimmung ein Arsengehalt von (756 ± 24) ng/L festgestellt. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 16 aufgelistet. Die Tabellen 15 und 16 zeigen
neben den Arsengehalten auch die Gehalte einiger anderer Schwermetalle,
die bei der TRFA automatisch mitgeliefert werden.
Ein wichtiges Kriterium für die Brauchbarkeit der entwickelten Methode ist
die Auswirkung des zwischengeschalteten Reduktionsschrittes auf das
Verhalten der anderen Elemente. Deshalb wurde zum Vergleich dasselbe
angesäuerte Meerwasser auch auf die herkömmliche Art ohne Reduktions
schritt behandelt und gemessen (s. Tabelle 17) (diese Versuche wurden
gemacht, als das Meerwasser etwa drei Wochen lang beim pH-Wert 1,87
lagerte).
Um die Richtigkeit des Meßergebnisses zu beweisen, wird den Meerwasser
proben im Weiteren in Versuch 9a ein As(V)-Standard in Konzentrationen
von 500, 1000, 1500, 2000 und 2500 ng/L zugesetzt (s. Tabelle 18). Damit
wurde gleichzeitig ein Konzentrationsbereich von 700 bis 3300 ng/L
abgesteckt, der für Arsen im Meerwasser relevant ist, um die Methode in
diesem gesamten Bereich zu überprüfen.