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Full text: Entwicklung eines Probenvorbereitungsverfahrens zur Bestimmung von Arsen im Meerwasser mit der Totalreflexions-Röntgenfluoreszenzanalyse (BSH-Berichte, Nr. 6)

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Umwelt eingetragen. Jahrelang ist Arsen Bestandteil in Pigmenten, in 
Herbiziden und Pestiziden, in Legierungen und in chemischen Kampfstoffen 
gewesen. Ebenso werden Arsenverbindungen bei industriellen Prozessen 
freigesetzt, z.B. bei der Verbrennung von Kohle und Ol oder beim Abrösten 
von Metallerzen und landen schließlich zum Teil im Meer. 
Arsen ist schon in vielen Gewässern gefunden worden, einschließlich 
Meerwasser, heißen Quellen, Grundwasser, Flüssen und Seen. Aus 
natürlichen Eintragungsquellen stammendes Arsen tritt in Konzentrationen 
von 0,1 ¿¿g/L im Lake Superior und bis zu 276 /¿g/L im Waiotapu Valley River 
in Neuseeland auf [1]. Die durchschnittliche Konzentration von Arsen im 
Meerwasser wird mit ca. 2 /¿g/L beziffert. 
In marinen Systemen kann Arsen weitreichenden chemischen und biochemi 
schen Transformationen unterliegen [1,2,3]. Die dabei resultierenden 
Arsenverbindungen unterscheiden sich in ihrem Verhalten, insbesondere 
ihrer Toxizität, und gelangen unter Umständen auch in die marine 
Nahrungskette. Schon von mehreren Forschern [1, 2, 3, 12, 26, 28, 29, 31, 74, 
86, 87, 88, 89, 90, 91] wurde darangegangen, die biogeochemischen Zyklen 
des Arsens im Meerwasser zu erforschen. Dennoch bleiben noch viele Fragen 
offen. 
Für die Analyse von Arsen im Meerwasser mit der Totalreflexions- 
Röntgenfluoreszenzanalyse (TRFA) gibt es bisher noch keine Methode. Aber 
es gibt eine Reihe anderer Verfahren, die erfolgreich angewendet werden: 
Zur Bestimmung des gesamten Arsengehaltes werden in erster Linie die 
Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) mit der Hydridtechnik [1] genutzt, wie 
auch Tabelle 3 zeigt, daneben werden aber auch die Neutronenaktivierungs 
analyse (NAA) [82], die Inversvoltammetrie (ASV) [1] oder auch die 
Massenspektrometrie (ICP-MS) [92] mit induktiv gekoppeltem Hochfrequenz 
plasma eingesetzt. Mit Hilfe säulenchromatographischer Techniken, z.B. Gas 
chromatographie (GC) oder Hochdruckflüssigchromatographie (HPLC), in 
Kombination mit AAS [1] oder Photoionisation [74] ist es auch möglich,
	        
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