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1 Einleitung und Problemstellung
Seit Beginn der Industrialisierung werden in zunehmendem Maße eine
Vielzahl chemischer Verbindungen und Elemente durch den Menschen in die
Umwelt eingetragen. Um ihr Verhalten und ihre Auswirkungen in der
Umwelt verstehen zu können, ist es notwendig, die komplexe Umwelt
analytisch zu erfassen und systematisch zu überwachen.
Der Anspruch an die moderne Analytik ist es, diese Verbindungen und
Elemente unter Umständen sogar im Spurenbereich in den jeweiligen
Umweltkompartimenten (Atmosphäre, Gewässer, terrestische Umwelt) zu
identifizieren und chärakterisieren.
Ein wichtiges Stadium im Zyklus chemischer Elemente und Verbindungen
und eines der bedeutendsten Ökosysteme bilden die Weltmeere.
Viele der uns gut bekannten Metalle wie z.B. Eisen, Chrom, Nickel Mangan,
Zink, Blei und Quecksilber und Halbmetalle wie Arsen, Germanium, Selen
kommen in marinen Systemen als Spurenmetalle vor, die trotz ihrer
geringen Konzentrationen eine wesentliche biogeochemische Bedeutung
haben. Sie kommen gelöst im Meerwasser vor oder gebunden an Sedimente
und Schwebstoffe. Sie nehmen an chemischen und biologischen Reaktionen
teil, werden aufgenommen von Organismen und werden unter Umständen
auch Bestandteil der Nahrungskette.
Arsen tritt natürlich auf in Spurenbereichen in der Luft, im Wasser und im
Boden und konzentrierter in verschiedenen Erzen.
Natürliche Eintragungsquellen in verschiedene Ökosysteme sind Auslaugung
der Gesteine über Bodenerosion und der marine und terrestrische Vulkanis
mus.
Zusätzlich zu natürlichen Arsenverbindungen wurden große Mengen von
Arsen in einer Vielzahl von chemischen Formen durch den Menschen in die