accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Entwicklung eines Probenvorbereitungsverfahrens zur Bestimmung von Arsen im Meerwasser mit der Totalreflexions-Röntgenfluoreszenzanalyse (BSH-Berichte, Nr. 6)

36

Das  Nachweisvermögen  beschreibt  die  Nachweisgrenze  für  das  Analysenprinzip. ­
  Unter  der  Nachweisgrenze  versteht  man  jene  kleinste  Menge  bzw.
Konzentration  eines  Elementes,  die  mit  einer  geforderten  statistischen
Sicherheit  gerade  noch  nachgewiesen  werden  kann.
Für  die  Mo-Anode  und  die  W-Anode  besteht  ein  relativ  großer  Unterschied
im  Nachweisvermögen.  Bei  Verwendung  einer  Mo-Anode  liegt  die
Nachweisgrenze  allgemein  wesentlich  niedriger.  Das  ist  damit  zu  begründen,
daß  von  der  W-Anode  nicht  die  K a -Strahlung,  die  zu  hohe  Energie  besitzt,
zur  Anregung  herangezogen  werden  kann,  sondern  durch  eine  spezielle
Filtertechnik  ein  geeigneterer,  ausgefilterter  Anteil  aus  dem  Bremsstrahl-Kontinuum
  zur  Anregung  ausgenutzt  wird.  Bedingt  durch  die  Energieabhängigkeit ­
  der  Reflexion  von  Röntgenstrahlung  an  Si0 2 -Glas  wird  der
höherenergetische  Anteil  des  Kontinuums  durch  Nichtreflexion  an  einem
Si0 2 -Glasspiegel  abgeschnitten.  Der  niederenergetische  Teil  wird  durch  die
Absorberfolie  zurückgehalten.  Dies  ist  natürlich  mit  einem  Intensitätsverlust
verbunden,  was  das  schlechtere  Nachweisvermögen  bewirkt  im  Vergleich  mit
der  Mo-  Anode.
Abbildung  8  zeigt,  daß  jeweils  eine  Lücke  im  Nachweisvermögen  vorliegt,
z.B.  bei  der  Anregung  mit  der  Mo-  Anode  zwischen  den  Ordnungszahlen  40
(Zr)  bis  56  (Ba).  Dies  erklärt  sich  dadurch,  daß  die  Energie  der  anregenden
Mo-K a -Strahlung  die  Elektronen  aus  der  K-Schale  für  die  Elemente  ab  Zr
nicht  mehr  entfernen  kann.  Der  Nachweis  über  die  in  jedem  Fall  angeregten
L-Linien  ist  aus  apparativen  Gründen  erst  wieder  ab  Ba  möglich.  Beim
Einsatz  beider  Anregungsanoden  sind  jedoch  praktisch  alle  Elemente
erfaßbar.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.