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Eisen- oder Manganoxide können die Reaktionen katalysieren [18,19]. Bak
terien, manche Algensorten und Phytoplankton reduzieren im Zuge
sogenannter Entgiftungsprozesse Arsenat zu Arsenit und bilden Monomethyl-
arsonsäure und Dimethylarsinsäure, wie in Laborversuchen gezeigt wurde
[23,24,25].- Umgekehrt wird Arsenit durch eine Reihe von Bakterien oxidiert
[3,22]. Hinweise darauf, daß Arsenverbindungen an biologischen Prozessen
teilnehmen, ergaben Beobachtungen, daß sich bei hohen Sauerstoffkonzen
trationen im Meerwasser thermodynamisch instabile Spezies, wie Arsenit,
Monomethylarsonsäure und Dimethylarsinsäure besonders in der euphoti-
schen Zone häufen, wo die Konzentration an biotischem Material ebenfalls
sehr hoch ist und sich bestimmte Bakterien gern aufhalten [2,3]. Es wurden
zahlreiche Versuche unternommen, die belegen, daß Zusammenhänge be
stehen zwischen der Arsenit-, Monomethylarsonsäure- und Dimethylarsin-
säurekonzentration und der Algen- und Phytoplanktondichte und Chloro
phyll a [2,3,26]. Außerdem wurde besonders für Ästuar- und Küstengebiete
beobachtet, daß sowohl die Gesamtarsenkonzentrationen im Wasser
überhaupt, sowie die Konzentrationen der einzelnen Spezies jahreszeiten
abhängig sind. Auch diese Beobachtung konnte in Einklang gebracht werden
mit ebenfalls jahreszeitlichen Schwankungen unter-worfenem biologischen
Material [12,26,28,29].
Für höhere As(V)-Konzentrationen im sauerstoffarmen oder -freien Wasser
werden eine Reihe von Mechanismen vorgeschlagen [17]. Zum einen sinken
Biomaterial oder anorganische Partikel ab und setzen im Zuge von Abbau
prozessen Arsenat frei [2], zum anderen werden z.B. auch stabile Thio-
Komplexe der fünfwertigen Spezies vermutet [27]. Auch physikalische Vor
gänge, wie Durchmischung oder Diffusion können einen Einfluß haben [74].